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Freunde der Lütticher, nicht aber Verbündete der Burgunderwären.
Endlich gelangte das Heer ohne ernstlichen Widerstand zuerfahren, in das reiche Thal der Maas und in's Angesicht dergroßen und volkreichen Stadt Lüttich. Das Schloß Schönwaldfanden sie gänzlich zerstört und hörten, daß Wilhelm von derMark, dessen glänzende Eigenschaften bloß kriegerischer Artwaren, sich mit seiner ganzen Macht in die Stadt geworfenhatte und entschlossen sei, ein Zusammentreffen mit der fran-zösischen und burgundischen Ritterschaft im offenen Felde zuvermeiden. Aber die Anrückenden erfuhren sehr bald die Ge-fahr, die mit dem Angriffe einer großen, wenn auch offenenStadt stets verbunden ist, sobald die Einwohner entschlossensind, sie hartnäckig zu vertheidigen.
Ein Thcil des burgundischen Vortrabs, welcher sich einbildete,daß er, bei dem Zustande der durchbrochenen und theilweise zer-störten Stadtmauern, nur nach Belieben in Lüttich einziehenkönne, drang in eine der Vorstädte mit dem lauten Ruse:„Burgund! Burgund! tödtct! tödtet! Alles ist unser! — denktan Ludwig von Bourbon !" da sie jedoch so in Unordnung durchdie engen Gassen zogen, und sich zum Theil der Plünderungwegen zerstreut hatten, brach plötzlich ein starker Trupp Einwoh-ner aus der Stadt hervor, fiel wüthend über sie her und rich-tete eine bedeutende Niederlage an. Wilhelm von der Mark be-nutzte sogar die Breschen in den Mauern, welche den Vertheidigerngestalteten, auf verschiedenen Punkten auszufallen und, indem siemehrere verschiedene Wege nach der Vorstadt nahmen, um dieman kämpfte, die Angreisenden wieder von vorn, in den Seitenund im Rücken auf einmal anzugreifen, so daß diese, durch denheftigen, plötzlichen und verstärkten Widerstand außer Fassung
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