Eilftes Kapitel.
Ein Ehrenpreis.'
Der Schönheit Heil, gewinnt der Tapfre sietDer Pfalzgraf.
Als Quentin Durward Peronne erreichte, war der Staats-rath versammelt, bei dessen Verhandlungen er weit mehr bc-theiligt war, als er ahnen konnte, und der, obwohl er ausso hochgestellten Personen bestand, daß sich kein Interesse den-ken ließ, welches sie mit Quentin gemeinsam haben konnten,dennoch auf des letztem Schicksal außerordentlichen Einfluß hatte.
König Ludwig, der nach dem Zwischenspiel, welches derBote Wilhelms von der Mark veranlaßt hatte, keine Gele-genheit unbenutzt ließ, um den erneuten Einfluß, den ihm die-ser Umstand bei dem Herzog gegeben, zu fördern, berieth sichmit diesem, oder holte vielmehr seine Meinung ein, in Bezugauf die Zahl und Gattung der Truppen, die er als Hilfs-Völker für den Herzog von Burgund auf ihrem gemeinschaft-lichen Zuge gegen Lüttich anwcnden sollte. Er merkte deutlich,es sei Karls Wunsch, daß solche Franzosen in's Lager gerufenwürden, die ihrer geringen Zahl und ihrem Stande nach eherals Geiseln, denn als Hilfstruppen betrachtet werden könnten.Doch pflichtete er, CrevccoeurS Nathe gehorchend, dem wasder Herzog vorschlug so bereitwillig bei, als hätte er den Ent-schluß aus eigenem freien Antriebe gefaßt.
Der König verfehlte jedoch nicht, sich für diese gefällige