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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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hervorstechend als regelrecht. Sein übriger Anzug, (über dieMaßen buntscheckig) war überladen mit Borden, Stickereienund allerlei Zierathen; der Federbusch, den er trug, war sohoch, als wolle er die Decke des Saales damit abfegen. Kurz,der gewöhnliche bunte Glanz der Heroldskleidung war verzerrtund zur Karrikatur geworden. Der Eberkopf wiederholte sichnicht nur an jedem Theile seiner Kleidung, sondern selbst seineMütze hatte eine solche Form und stellte den Eberkopf mit bluti-ger Zunge und blutigen Hauern, oder in der Kunstsprache mitzüngelndem, gezahntem Rachen" dar; überhaupt lag in desMannes ganzem Aeußern etwas, was ein Gemisch von Kühn-heit und Aengstlichkeit ankündigte, er glich einem Menschen,der einen gefährlichen Auftrag übernommen hat, und der esweiß, daß Kühnheit allein ihn sicher aus der Sache ziehen könnte.Eine gleiche Mischung von Furcht und Frechheit that sich inder Weise kund, mit welcher er seine Ehrfurcht bezeigte, unddabei zeigte er eine so auffällige Unbeholfenheit, die denjenigenkeineswegs eigen zu sein pflegt, die gewohnt sind, häufig infürstlicher Gegenwart aufzutrcten.

Werbist du, in des Teufels Namen?" dies war der Gruß,mit welchem Karl der Kühne diesen seltsamen Gesandten cmfing.

Ich bin Rouge Sanglier," antwortete der Herold,derWaffenträger Wilhelms von der Mark, von Gottes Gnadenund durch die Wahl des Kapitels, Fürstbischofs von Lüttich."

Ha!" rief Karl, aber, seine Leidenschaft scheinbar unter-drückend, gab er ein Zeichen fortzufahren.

Und, nach den Rechten seiner Gemahlin, der hochgebornenGräfin Hameline von Crope, Grafen von Croye und Herrn vonBracquemont."

Das Staunen, in welches Herzog Karl durch die ungeheureKühnheit versetzt wurde, mit welcher man jene Titel in seiner