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denken Habe, dann Ha-e ich ein gutes Mittel für den Hoch-mut- des Herzens. Es besteht nur darin, auf ein gewissesverfallenes Gemach zu blicken, Herr Philipp, und an den TodKarls des Einfältigen zu denken; und dies heilt mich so gründ-lich und schnell, wie ein kaltes Bad das Fieber. — Und nun,mein Freund und Rathgeber, willst du gehen? Wohlan, HerrPhilipp, die Zeit muß kommen, wo du müde sein wirst, demStier von Burgund Lehren der Staatsklugheit zu geben, wel-cher unfähig ist, deinen einfachsten Bernunftgrund zu begreifen.Lebt Ludwig von Valois dann noch, so hast du einen Freundam französischen Hofe- Ich sage dir, mein Philipp, es würdeein Segen für mein Reich sein, wenn ich dich erwerben könnte;denn du besitzest, bei großem Scharfsinn in Staatssachen, auchein Gewissen, welches den Unterschied zwischen Recht und Un-recht fühlen kann. So wahr mir unser Herr, die heiligeJungfrau und St. Martin helfen möge, Oliver und Baluehaben Herzen, so hart wie ein Mühlstein; und mein Lebenwird durch Gewiffensgual und Bußen für die Verbrechen ver-bittert, welche mich jene begehen ließen. Du, Herr Philipp,der du die Weisheit vergangener und gegenwärtiger Zeit be-sitzest, vermagst zu lehren, wie man groß werden kann, ohnevom tugendhaften Wege zu weichen."
„Eine schwere Aufgabe, die Wenige lösen können," sagteder Historiker; „aber sie liegt noch stets in dem Bereiche derFürsten, die darnach streben. Indessen, Sire, macht Euch be-reit auf eine sofortige Zusammenkunft mit dem Herzog."
Ludwig sah Philipp lange nach, als dieser das Gemachverlassen hatte, und endlich brach er in ein bitteres Gelächteraus- „Er sprach vom Angeln — ich Hab' ihn heimgeschickt,gleich einer Forelle, die angebissen hat! — Und er hielt sichfür tugendhaft, weil er kein Geld nahm, sondern sich mit