Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
104
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Vasall Pfänder und Geiseln von seinem Souverain verlangt;doch mag auch dies pasfiren-"

»Eine passende und unabhängige Apanage für Euren er-lauchten Bruder, den Bundesgenossen und Freund meinesHerrn und zwar Normandie oder Champagne. Der Her-zog liebt die Familie Eures Vaters, mein Fürst."

»So sehr," antwortete der König, »daß er, mori äieu! lau-ter Könige draus machen will. Ist das Budjet Eurer Winkenoch nicht geleert?"

Nicht ganz," antwortete der Rath;Gewiß wird ver-langt werden, daß Ew- Majestät aushöre den Herzog von Bre-tagne, wie cs in der letzten Zeit geschehn ist, zu belästigen,und daß Ihr ihm nicht ferner das Recht streitig macht, wel-ches er und andre hohe Lehenüträger haben, Geld zu schlagenund sich Herzöge und Fürsten von Gottes Gnaden zu nennen-"Mit einem Wort, ich soll Könige aus meinen Vasallenmachen. Herr Philipp, möchtet Ihr einen Brudermörder ausmir machen? Ihr erinnert Euch meines Bruders Karlkaum war er Herzog vvnGupenne, als erstarb. Und waswird dem Nachkommen und Stellvertreter Karls des Großenweiter übrig bleiben, nachdem er diese reichen Provinzen ab-gegeben, außer daß er zu Rheims mit Qel gesalbt wird undsein Mittagessen unter einem hohen Baldachin cinnimmt?"

Wir wollen Ew. Majestät Besorgniß in dieser Sache min-dern, indem wir Euch einen Genossen in dieser einsamen Er-höhung geben," sagte Philipp von Comines-Der Herzogvon Burgund, obwohl er keinen Anspruch auf den Titel einesunabhängigen Königs macht, wünscht trotzdem künftig von denherabwürdigenden Merkmalen der Unterwürfigkeit befreit zuwerden, welche die Krone Frankreich von ihm verlangt; erhat die Absicht, seine Herzogökrone mit einem Kaiserbogen oben