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6 (1851) Quentin Durward
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Aemfigkeit und unhörbarem Schritte umschleichend, ihm in denVorbereitungen zur Ruhe behilflich war.

Während sich der König so bedienen ließ, war er, ganz gegenseine Gewohnheit, soschweigsam und leidend, daß sein Diener überdiese ungewöhnliche Veränderung seines Benehmens höchlich be-troffen war. Die schlechtesten Gemüther haben oft noch einen gu-ten Zug Banditen erweisen ihrem Hauptmann Treue, und man-cher protcgirte und beförderte Günstling hat wohl zuweilen eineaufrichtige Thcilnahme für den Fürsten gehegt, dem er seine Größeverdankte. Oliver der Teufel, der Schlechte (oder mit welchemNamen er sonst noch seiner argen Eigenschaften wegen belegt seinmochte), war demungeachtet nicht ein so ganz eingefleischterSatan,daß er nicht etwas von dankbarer Regung hätte empfinden sollen,als er seinen Herrn in so sonderbarem Zustande sah, während dasSchicksal desselben ein bedenkliches und seine Kraft erschöpft zu seinschien. Nachdem er eine Weile dem König schweigend die Dienstegeleistet, die ein Kammerdiener gewöhnlich verrichtet, so konnte erendlich sich nicht enthalten, mit der Freiheit, die ihm seines HerrnNachsicht unter solchen Verhältnissen gestattete, zu sagen;lete-ckieu, Sire, Ihr seht aus, als ob Ihr eine Schlacht verloren hät-tet; und doch sah ich, der ich den ganzen Tag in Ew. Maje-stät Nähe war, Euch nie ein Schlachtfeld so tapfervertheidigen-"

Ein Schlachtfeld!" sagte König Ludwig aufblickend undsein gewohntes kaustisches Benehmen und Sprache wieder anneh-mcnd;p-mgues-stieu! mein Freund Oliver, sag', ich hätte denPlatz in einem Stiergefechte behauptet; denn ein blinderes, stupi-deres, unbezähmbares, unumgänglicheres Thier, als unser Vet-ter von Burgund, hat nie cristirt, außer in der Gestalt eines mur-cianischcn Ochsen, der für'S Gefecht gezogen wird. Nun wohl,lassen wir das ich binbrav mit ihm umgesprungen. AberOliver,freue dich mit mir, daß meine Pläne in Flandern fchlgeschlagen