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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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Der Graf begann darauf noch mancherlei zu fragen, in Bezugauf die Weise, wie sich beide Damen auf der Reise benommen hät-ten, desgleichen über den Grad der Vertraulichkeit, den sie Quen-tin »erstattet, und über andere Nebenumständc, so daß der Jüng-ling vor Scham und Unwillen kaum fähig war, seinen GemütdS-zustand vor dem scharfsichtigenKrieger undHofmann zu verbergen,welcher plötzlich geneigt schien, sich von ihm zu beurlauben, indemer sagte: »Hm ich sehe, es ist, wie ich vermuthctc, wenigstensauf einer Seite; ich hoffe die andre Partei hat ihren Verstand bes-ser zusammengenommen. Auf, Herr Knappe, spornt Euer Roßund reitet voran, indeß ich zurückbleibe, und mit der Gräfin Isa-belle rede. Ich glaube genug von Euch gehört zu haben, daß ichvon diesen traurigen Dingen mit ihr sprechen kann, ohne ihr Zart-gefühl zu verletzen, obgleich ich das Eure ein wenig verwundete.

Doch halt, junger Ritter ein Wort, eh' Ihr geht. Ihr habt,scheint mir, eine glückliche Reise durch's Fecnland geführtvoller heroischen Abenteuer und hochfliegender Hoffnungen, vollwilder minnesängerartiger Täuschung, gleich dem Gärtner derFeeMorgana- Vergeht das Alles, jungerKrieger," fügte er, ihmdie Hand auf die Schulter legend hinzu;gedenkt jener Damebloß, als der verehrten Gräfin von Croye vergeßt sie, insofernsie die irrende und abenteuernde Dame war: und ihre Freunde

für einen derselben steh' ich werden ihrerseits bloß der Dienstegedenken, welche Ihr derselben erwiesen, und werden des über-schwänglichen Lohnes vergessen, den Ihr Euch kühner Weise selbstzum Ziel gestellt zu haben scheint "

Unmuthig, daß er nicht fähig gewesen war, vordem scharf-sehenden Crevecoeur Gefühle zu verbergen, die der Graf alsetwas Lächerliches zu betrachten schien, erwiderte Quentinunwillig:Herr Graf, wenn ich Euren Rath brauche, werd'ich ihn verlangen; wenn ich Beistand von Euch verlange, so