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6 (1851) Quentin Durward
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haben unter dem Drucke von Abgaben und Mangel rcbcllirt;aber diese Männer von Lüttich in der Fülle des Reiebthums undUebermuthcs." Wieder ließ er den Zaum seines Strcitrofsesfallen/ und rang schmerzlich die Hände, welche die Stahlhand-schuh unfügsam machten. Quentin sah leicht ein, daß der Schmerz,den er blicken ließ, durch die wehmüthige Erinnerung an denfrübern Umgang und die Freundschaft mit dem ErmordetenVermehrt ward, und er schwieg daher: denn er achtete dieGefühle, die er nicht gern bestärken wollte und doch auch zugleicher Zeit unmöglich zu lindern vermochte.

Aber der Graf von Crövecoeur kam immer und immer wiederauf den Gegenstand zurück erbefragte jenen um jeden einzelnenUmstand beim Uebersall von Schönwald und beim Tode des Bi-schofs; und dann verlangte er plötzlich, als besinne er sich auf et-was fast Vergessenes, zu wissen, was aus der Gräfin Hamelinege-worden und warum sie nicht bei ihrer Verwandten sei?Nichtetwa," setzte er mit Verachtung hinzu,daß ich ihre Abwesenheitals einen Verlust für die Gräfin Isabelle ansähe; denn, obwohl fieihre Verwandte und im Allgemeinen eine wohlgesinnte Frau war,so hat doch derHof von Cocagne nie eine so phantastische Thörinerzeugt; und ich halte es für ausgemacht, daß ihre Nichte, die ichstets als ein sittsames und verständiges junges Mädchen kannte,zu der albernen Flucht von Burgund nach Frankreich durch diesethörichte, überspannte alte Heirathsstifterin verführt ward!"

Welche Reden für das Ohr eines romantischen Liebhabers!und die er noch dazu hören mußte, wann es lächerlich gewesenwäre, das Unmögliche zu versuchen nämlich den Grasen durchdie Gewalt des Schwerts zuüberzeugen, daß er dieGräfin schnödebeleidigt habe sie, unübertoffcn an Verstand wie an Schönheit, wenn er sie schlechthin ein sittsames Mädchen nannte; eine Be-nennung, die sich wohl für die Tochter eines sonnverbrannten

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