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6 (1851) Quentin Durward
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dem Gefühl einer nahenden Gefahr und zugleich mit dem ern-sten Entschlüsse, das Aeußerste zu wagen.

Diese hochherzigen Gefühle gaben ihm einen stolzen Gangund ein würdevolles Benehmen, welches die Damen vonCropenoch nicht an ihm bemerkt hatten, obwohl sie stets Interesseund hohes Wohlgefallen an der Anmuth und Natürlichkeit sei-nes Benehmens und seiner Unterhaltung im Allgemeinen, so-wie an der Mischung einer schlauen Klugheit, die ihm natür-lich eigen war, mit der Einfachheit, die auf seiner abgeson-derten Erziehung und entlegnen Heimath beruhte, gefunden hat-ten. Er gab ihnen zu verstehen, cs werde nothwendig sein,sich zur Reise an diesem Morgen weit früher als gewöhnlichanzuschicken, und daher verließen sie das Kloster unmittelbarnach dem Morgenimbiß, wofür, so wie für all die gastfreund-liche Bewirthung überhaupt, die Damen ein Altargeschenk ga-ben, was mit ihrem Range mehr als mit ihrem jetzigen Auf-zuge Lbcreinstimmte. Doch dies erregte keinen Verdacht, weilman sie für Engländerinnen hielt, und der Ruf größern Reich-thums damals schon den Inselbewohnern so sehr eigen war, wiein unfern Tagen.

Der Prior segnete sie, als sie Abschied nahmen, und wünschteQuentin Glück zu der Abwesenheit seines heidnischen Weg-,weisers;denn," sagte der ehrwürdige Mann,besser aufdem Pfade straucheln, als sich auf einen Dieb oder Räuber zustützen."

Quentin war nicht ganz seiner Meinung; denn obwohl er denZigeuner als gefährlich kannte, so meinte er doch, seine Dienstebrauchen, und zu gleicher Zeit seiner verrätherischen Absicht trotzenzu können, da er einmal nun sah, was Jener bezweckte- Aber seineBesorgniß über diesen Gegenstand ward bald geendet, denn derkleineZug warnoch nicht hundert Schritte vom Kloster und Dorfe