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„Du bist ein komischer Mann," sagte der Lanzknecht, „ichschwöre"-
„Noch nicht," sagte der Zigeuner — „Gestcht herum, braverLanzknecht, und sieh nach Morgen, sonst möchten Dich die Königenicht hören."
Der Soldat gab den Eid auf die vorgeschriebenc Weise,und darauf erklärte er, sich bereit zu halten, da der Ort über-haupt ganz passend und kaum fünf Meilen von der gegenwär-tigen Stelle sei "
„Aber, hieße es nicht sicher gehn, wenn wir ein FähnleinReiter an der andern Seite der Straße, links vom WirthS-hause, hätten, die sie überfallen könnten, wenn sie diesen Wegnähmen?"
Der Zigeuner überlegte einen Augenblick und antwortetedann: „Nein — das Erscheinen dieser Truppen in solcher Rich-tung könnte die Garnison von Namur alarmircn, und dannhätten sie ein zweifelhaftes Gefecht statt eines sichern Erfolges.Ueberdies werden sie am rechten Ufer der Maas reisen, dennich kann sie führen, welchen Weg ich will, da dieser Schotte,so scharfsichtig er ist, nie einen Andern als mich nach der Rich-tung des Weges befragt hat- — Jedenfalls bin ich ihm durcheinen sichern Freund empfohlen, dessen Worte Niemand miß-traut, bis man ihn ein Bischen näher kennt."
»Höre, Freund Hayraddin," sagte der Soldat, „ich willDich etwas fragen. Du und Dein Bruder wäret, wie ihr selbstsagtet, große Sterndeuter, das heißt, Sterngucker und Geister-seher — Nun, woran zum Henker lag es dann, daß ihr nichtvorauösahet, Dein Bruder Zamet werde gehängt werden?"
„Ich will Dir's sagen, Heinrich," antwortete Hapraddin; —„hätte ich wisse» können, daß mein Bruder ein solcher Narr sei,den Anschlag König Ludwigs dem Herzog Karl von Burgund zu