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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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Zigeuner seinen Lauf mit großer Stetigkeit nach einer Rich-tung fortsetzte, und damit selbst dann fortfuhr, als der ersteheftige Antrieb zur Flucht vorüber war; denn hieraus ließ sichschließen, sein Lauf habe ein bestimmteres Ziel vor Augen, alssich von einer Person erwarten ließ, die unvermuthet nahe vorMitternacht aus einem guten Quartier gejagt wurde, und sichnun einen neuen Ruheplatz suchen wollte. Kein einzigesmalsah er um sich, und daher konnte ihm Durward unbemerktfolgen. Endlich, als der Zigeuner die Wiese durchlaufen unddie Seite eines kleinen Flusses erreicht hatte, dessen Ufer mitErlen und Weiden bedeckt ward, bemerkte Quentin, daß erstill stand und auf seinem Horn einen leisen gedämpften Schallerklingen ließ, welchem durch ein Pfeifen in einiger Entfer-nung geantwortet wurde-

Das ist ein Stelldichein," dachte Quentin;aber wie sollich nahe genug kommen, um zu hören was vorgeht? der Schallmeiner Schritte und das Rauschen der Zweige, durch die ichmir Bahn brechen muß, wird mich verrathen, wenn ich nichtvorsichtig bin doch, bei St. Andreas, ich will sie belauschen,als wären sie Glen-isla Hirsche! sie sollen erfahren, daß ich dasWeidwerk nicht umsonst erlernt habe- Dort begegnen sie einan-der, die beiden Schatten ja, es sind ihrer zwei die Ueber-macht ist gegen mich, wenn ich entdeckt werde, und wenn ihreAbsicht unfreundlich ist, was ganz wahrscheinlich. Und dannverliert die Gräfin Isabelle ihren armen Freund! Dochwohlan, er wäre ja dieses Namens nicht würdig, wenn er nichtbereit wäre, cs mit einem Dutzend ihretwegen aufzunehmen. Hab' ich nicht mein Schwert mit Dunois gemessen, dembesten Ritter in Frankreich, und ich sollte eine Schaar jenerLandstreicher fürchten? Pfui Gott und St. Andreas meineFreunde, und jene sollen mich stark und fest finden."