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Eine -weite Pause entstand hier, bis der junge Schotte,um den Charakter und die Absicht dieses verdächtigen Weg-weisers noch weiter zu erforschen, Hayradbin fragte: „Ob esnicht wahr sei, daß sein Volk, bei aller Unwissenheit, eineKenntniß des Künftigen zu besitzen behaupte, welche den Wei-sen, Philosophen und Gottesgelehrtcn einer verfeinerten Ge-sellschaft fremd sei?"
„Wir behaupten das," sagte Hayraddin, „und mit vollemRechte."
„Wie kann es geschehen, daß eine so hohe Gabe einem soverworfenen Geschlecht verliehen ist?" sagte Quentin.
„Kann ich Euch das sagen?" antwortete Hayraddin, —„Ja, ich kann es in der That; aber erst dann, wenn Ihrmir erklärt, warum der Hund den Fußtritten des Menschennachspürcn kann, während der Mensch, das edlere Thier,nicht die Macht hat, jene des Hundes zu entdecken. JeneMacht, die Euch so wunderbar dünkt, ist etwas JnstinktartigcSbei unserm Geschlecht- Aus den Linien des Gesichts und derHand können wir das künftige Geschick dessen sagen, der unsbefragt, und zwar eben so sicher, als Ihr aus der Blüthe desBaums im Frühling sagt, welche Frucht er im Herbste tragenwird."
»Ich zweifle an Eurer derartigen Kenntniß, und fordereDich zu einer Probe aus."
„Fordert mich nicht auf, Herr Knappe," sagte HayraddinMaugrabin — „Ich kann Euch sagen, daß, mögt Ihr auchvon Eurer Religion schwatzen, was Ihr wollt, die Göttin,die Ihr verehrt, in dieser Gesellschaft reitet."
„Still!" rief Quentin erstaunt; „bei Deinem Leben, keinWort weiter, außer zur Antwort dessen, was ich frage; —kannst Du treu sein?"