chcn Schöppen und Bürgermeister obendrein — selbst Grafenund Marquis haben mein Handwerk geschmeckt — aber, einen— hm!" — er blickte nach dem Herzog, als wolle er andeu-tcn, daß er das Verzeichniß mit einem Prinzen vom Geblütvervollständigen möchte. — „Ho ho! Petit-Andrö, von dirwird man noch in Chroniken lesen!"
„Erlaubt Ihr Euren Schuften solche Sprache in solcherGegenwart zu führen?" sagte Crawford mit ernstem Blickezu Tristan.
„Warum züchtigt Ihr selbst ihn nicht, Mplord?" sagteTristan mürrisch.
„Weil deine Hand unter allen hier die einzige ist, die ihnschlagen kann, ohne durch solche Handlung entwürdigt zuwerden."
„Dann haltet Eure eignen Leute im Zaum, Mylord, undich will verantwortlich für die meinigcn sein," sagte der Ge-neralprofoß.
Lord Crawford schien im Begriff eine heftige Antwort zugeben; doch, als ob er sich schnell besser besinne, wandte erTristan den Rücken zu, ersuchte den Herzog von Orleans undDunois ihm zur Rechten und Linken zu reiten, machte denDamen ein Abschicdszeichen und sagte zu Quentin: „Gott be-schütze dich, mein Kind; du hast deinen Dienst tapfer begon-nen; obwohl in einer unseligen Sache." Er war im Begriffsich zu entfernen, als Quentin Dunois leise Crawford fragenhörte: „Führt Ihr uns nach Plessis?"
„Nein, mein unglücklicher und unbedachter Freund," ant-wortete Crawford mit einem Seufzer, „nach Loches."
„Rach Loches!" Der Name eines Schlosses, oder vielmehrGefängnisses, noch weit gefürchteter als Plessis selbst, töntewie eine Todtcnglocke in das Ohr des jungen Schotten. Er