Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
46
Einzelbild herunterladen
 

4 «

ökonomisch selbst bei dem, was seinen Aberglauben betraf,glaubte Ludwig den Astrologen hinreichend durch die ihm an-gewiesenen Jahrgclder au seinen Dienst gefesselt, und hieltsich für berechtigt, dessen Geschicklichkeit selbst in sehr dringen-den Fällen um einen mäßigen Preis zu benutzen.

Nachdem Ludwig so, nach juristischer Redeweise, seinemGeneralbevollmächtigten etwas zur Aufmunterung zugestellthatte, wendete er sich von ihm zu Durward.Folge mir,"sagte er,mein guter Schotte, als einer, der vom Geschickund einem Monarchen erlesen ist, ein kühnes Abenteuer zubestehen. Alles muß bereit sein, daß Du den Fuß in den Steig-bügel setzen kannst, so wie die Glocke von St. Martin zwölfschlägt. Eine Minute früher, oder eine Minute später würdeDich der günstigen Aspecten der Constellationen, die DeinemAbenteuer lächeln, verlustig machen."

Mit diesen Worten verließ der König das Gemach, und seinjunger Gardist folgte; und kaum waren sie gegangen, als derAstrolog Gefühlen Raum gab, die von denen sehr verschieden wa-ren, die ihn während des Königs Gegenwart zu beseelen schienen.

Der niedrige Knicker!" sagte er, die Börse in der Handwägend, denn, da er großen Aufwand machte, so hatte erbeständig Geld nöthig,der schlechte schmutzige Geizhals!Eines Matrosen Weib würde mehr geben, um zu erfahren,ob ihr Mann die Meerenge glücklich gekreuzt habe. Er hättenur einen Schein humaner Wissenschaft! ja, wenn die die-bischen Füchse und heulenden Wölfe Musiker werden. Er dieherrlichen Bilder des Firmamentes lesen! ja, wenn schmutzigeMaulwürfe Luchse werden. kost tot luomissa nach sovielen Versprechungen, mich vom Hofe des herrlichen Mat-thias wegzulocken, wo Ungar und Türke, Christ und Ungläu-biger, der Moskowiterczar und der Tartarchan, alle wetteiferten,