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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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Anhänglichkeit an diejenigen anzeigt, die ihm Wohlthaten er-weisen oder Vertrauen in ihn setzen. Dennoch"

Dennoch, was?" sagte der König,Vater Galeotti, wa-rum zögert Ihr jetzt?"

Die Ohren der Könige," sagte der Weise,gleichen demGaumen verwöhnter Kranken, welche unfähig sind, die Bitterkeitder Kräuter zu ertragen, die zu ihrer Heilung nothwendig sind."

Meine Ohren und mein Gaumen sind nicht so empfindlich,"sagte der König;laßt mich hören, was nützlicher Rath ist, undverschlucken, was heilsame Arznei. Ich scheue weder die Rauheitdes einen, noch die Bitterkeit des andern. Ich bin nicht durchUeppigkeit oder Nachsicht verzärtelt worden; meine Jugendbestand aus Verbannung und Leiden. Meine Ohren sindrauhen Rath gewohnt und werden nicht davon beleidigt."

Nun denn offen, Sire," erwiderte Galeotti,wenn ir-gend etwas in Eurem beabsichtigten Auftrag ist, was was,nun, mit einem Wort, was ein zartes Gewissen schreckenkönnte so vertraut cs diesem Jüngling nicht an wenig-stens nicht eher, als bis ihn einige Jahre des Dienstes beiEuch so gewissenlos wie die Andern gemacht haben."

Und das war's, was Ihr nicht sagen mochtet, mein guterGaleotti? und glaubtest Du, Deine Worte würden mich be-leidigen?" sagte der König.Ach, ich weiß, daß Dir wohlbekannt ist, der Weg königlicher Politik könne nicht immer(während der des Privatlebens unveränderlich sein soll,) mitden Grundsätzen der Religion und Sittlichkeit übereinstimmcn-Warum stiften wir Fürsten der Erde Kirchen und Klöster, ma-chen Wallfahrten, unterziehen uns Bußen und verrichten frommeHandlungen, deren Andere enthoben sein können, wenn csnicht geschieht, weil uns das öffentliche Wohl und die Wohl-fahrt unsrer Königreiche zu Maßregeln zwingt, welche unser