Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
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waren mit orientalischen Lettern geschrieben, andere verbargenihren Sinn oder Unsinn unter dem Schleier hieroglyphischcroder cabalistischer Figuren. Das ganze Zimmer, so wie dasmanchfache Geräthe darin, brachte einen bedeutenden Eindruckauf die Einbildungskraft hervor, weil damals der Glaube anWahrheit der verborgenen Wissenschaften eben so allgemeinals unbestreitbar war; und dieser Effekt ward noch durch dieManieren und das Aeußere des Bewohners gesteigert, der,in einem hohen Lehnstuhl sitzend, emsig beschäftigt war, eineben zu Frankfurt erschienenes Specimen der neu erfundenenBuchdruckerkunst zu untersuchen.

Galeotti war ein großer, beleibter, doch stattlicher Mann,schon ziemlich bei Jahren, dessen jugendliche Leibesübungen,obschon er sie gelegentlich noch trieb, nicht fähig gewesen wa-ren, seiner natürlichen Anlage zur Corpulenz Widerstand zuleisten, die durch seine sitzende Lebensart und seinen Hang zuden Freuden der Tasel noch vermehrt wurde. Seine Züge,obwohl fast überwachsen, besaßen Würde und Adel, und einSanton möchte ihn um seinen dunkeln und reichen niederhän-genden Bart beneidet haben. Seine Kleidung bestand in ei-nem Hausrock vom feinsten Genuesersammet mit weiten Aer-mcln, die mit Goldspangen geheftet und mit Zobel verbrämtwaren; er ward befestigt durch einen breiten Pergamcntgür-tel, worauf sich rings in rolhen Charakteren die Zeichen desThierkreises darstellten. Er stand auf und verbeugte sich vordem König, doch mit der Miene Jemandes, dem so hohe Ge-sellschaft gewöhnlich ist, und der selbst in königlicher Gegen-wart der Würde nichts vergeben mochte, welche die damali-gen Gelehrten stets zeigten.

Ihr seid beschäftigt, Vater," sagte der König,und wiemir scheint, mit der.neumodischen Kunst, welche durch Maschinen