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„Nicht gut!" antwortete der König, aufstehend und hastig inder Gallerie auf- und niedergehend, — Alles geht schlecht, Mann— und so schlecht als nur möglich; — das kommt von Deinemhübschen romantischen Rathe, daß ich vor allen Menschen der Be-schützer betrübter Damen werden sollte! Ich sage Dir, Bursche,Burgund rüstet und steht auf dem Punkte, ein Bündnis! mit Eng-land zu schließen. Und Edward, der jetzt daheim die Hände in denSchoost legt, wird uns durch das unselige Thor von Calais seineTausende über den Hals schicken. Einzeln könnt' ich ihnen schmei-cheln oder Trotz bieten; aber vereinigt, vereinigt — sammt dcmunzufriedenen und verrätherischen St. Paul! — Alles DeineSchuld, Oliver, der Du mir riethcst die Frauen aufzunehmen,und mich der Dienste des verdammten Zigeuners zu bedienen,um Botschaft an ihre Vasallen zu senden."
„Mein Fürst," sagte Oliver, „Ihr kennt meine Gründe. DieGüter der Gräfin liegen zwischen den Gränzcn Burgunds undFlanderns — ihr Schloß ist fast unnehmbar — sie hat solche Ge-rechtsame in benachbarten Staaten, daß sie, wohl unterstützt,dem Burgunder viel zu schaffen machen würde, wäre die Damenur an einen verheirathet, der Frankreich freundlich gesinnt ist"
„Es ist freilich ein lockender Köder," sagte der König; „undhätten wir sie hier verbergen können, wir würden schon eine solcheHeirath mit dieser reichen Erbin zu Stande gebracht haben, wor-aus für Frankreich die besten Vortheile hätten erwachsen müssen. —Aber dieser verfluchte Zigeuner, wie konntest Du solch' einen Hei-denhund zu einer Sendung empfehlen, die Treue erfordert?"
„Beliebt Ew. Majestät sich zu erinnern," sagte Oliver, „Ihrwart cs selber, der ihm so viel vertraute — weit mehr als ich rieth.Treulich genug würd' er ein Schreiben an den Verwandten derGräfin gebracht haben, welches ihm sagte, ihr Schloß zu halten undschnelle Hülfe versprach; aber Ew> Majestät wollte durchaus seine