Ausnahme weniger abgebrochenen Höflichkeiten von SeitenHamelinens, fast ausschließlich vom Herzog selbst geführt, obwohlnur auf Kosten der jüngern Gräfin von Crope, deren Schön-heit das Thema seiner überschwänglichen Beredsamkeit bildete.
Auch darf ich nicht vergessen, daß da noch eine dritte Per-son, die unbeachtete Schildwache, war, die ihre schönen Träumewie Wachs vor der Sonne Hinschmelzen sah, als der Herzogin dem leidenschaftlichen Tone des Gespräches beharrte. End-lich machte die Gräfin Zsabelle von Crope eine entschlosseneAnstrengung, kurz abzubrechen, was ihr unerträglich ward,vorzüglich auch wegen der Pein, die das Betragen des Her-zogs offenbar der Prinzessin verursachte.
Indem sie sich an die letztere wandte, sagte sie bescheidenaber mit Bestimmtheit: „die erste Gefälligkeit, die sie in Be-zug aus den versprochenen Schutz in Anspruch nehme, sei, daßihre Hoheit den Herzog von Orleans überzeugen möchte, dieDamen aus Burgund, obwohl an Geist und Benehmen denenvon Frankreich nachstehend, wären doch nicht solche Thörinnen,daß sie an keiner andern Unterhaltung als an ausschweifendenComplimenten Gefallen fänden."
„Ich bedaure, Gräfin," sagte der Herzog, der Antwort derPrinzessin zuvorkommend, „daß Ihr in dem nämlichen Satze derSchönheit der burgundischen Damen und der Aufrichtigkeit derfranzösischen Ritter spottet. Wenn wir rasch und ausschweifend inBezeigung unserer Bewunderung sind, so geschieht dies, weil wirlieben wie wir fechten, ohne kalte Ueberlegung in unser Herz kom-men zu lassen, und weil wir uns mit derselben Schnelligkeit denSchönen übergeben, mit welcher wir den Tapfern überwinden."
„Die Schönheit unsrer Landsmänninnen," sagte die jungeGräfin mit mehr Strenge, als sie bisher gegen den hochge-bornen Bewunderer gewagt hatte, „ist eben so ungeeignet,