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6 (1851) Quentin Durward
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sich gegen dasselbe Wild zu wenden, das schon ein andrer Jägerangegriffen habe, wenn er nicht ausdrücklich um Beistand ange-rnfen worden sei. Diese Erklärung war kaum zu Ende, alsQuentin Gelegenheit erhielt, sich zu freuen, daß er gegen seinenVetter einige Zurückhaltung beobachtet habe- Ein leises Pochenan die Thür verkündigte einen Besucher alsbald ward geöff-net, und Oliver Dain, oder Mauvais, oder Diable, denn unterall' diesen Namen war er bekannt, trat in's Zimmer.

Dieser geschickte aber höchst gewissenlose Mann war schonbeschrieben, in so weit es sein Aeußercs betraf. In seinen Be-wegungen und Manieren mochte er auf's Genaueste einer Haus-katze gleichen, die, während sie ruhig zu schlummern scheint,oder leise durch das Zimmer hinschleicht, mit vcrstohlnem,schüchternem Schritte, doch eben beschäftigt ist, die Höhle einerunglücklichen Maus zu bewachen, oder sich mit scheinbaremVertrauen und Freundlichkeit an denen reibt, von denen siegeliebkost sein will, um gleich nachher auf ihre Beute zu stür-zen, oder vielleicht gar den Gegenstand ihrer frühern Schmei-cheleien selber zu kratzen.

Er trat ein mit gekrümmtem Rücken und dcmüthigem, be-scheidenem Blicke, und legte einen solchen Grad von Höflichkeitin seine Anrede an den Herrn Balafrö, daß Jeder, der diesgesehn hätte, schließen mußte, er komme um den schottischenBogenschützen um eine Gefälligkeit zu bitten. Er gratulirteLesly zu dem trefflichen Betragen seines jungen Vetters beider heutigen Jagd, welches, wie er bemerkte, die besondereAufmerksamkeit des Königs auf sich gezogen habe. Hier schwieger, in Erwartung einer Antwort; und während er die Augenan den Boden heftete, die er nur ein paar Mal verstohlenhob, um einen Seitenblick auf Quentin zu werfen, hörte erBalafrö sagen: »daß seine Majestät unglücklich gewesen sei,

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