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Undankbarkeit, die den König nach der letzten Bemerkung einePause machen ließ, und die das höhnische Lächeln, das aufseinen Lippen zitterte, in etwas verwandelte, was mehr demAusdrucke der Zerknirschung glich. Aber er fuhr alsbald ineinem andern Tone fort.
„Offen, mein Dunois, so sehr ich auch das heilige Sakra-ment der Ehe verehre" (hier bekreuzte er sich), „ich möchtedoch lieber, das Haus Orleans gäbe mir so tapfere Krieger,wie Deinen Vater und Dich, die das französische Königsbluttheilen, ohne seine Rechte in Anspruch zu nehmen, statt daßdas Land in Stücke gerissen würde, gleich England, durchKriege, die aus der Nebenbuhlerschaft derer entspringen, diegesetzmäßige Ansprüche auf die Krone machen. Der Löwesollte nie mehr als ein Junges haben."
Dunois seufzte und schwieg, denn er wußte, daß ein Wi-derspruch den unumschränkten Herrscher nur gegen den Ver-wandten einnehmen würde, ohne diesem einen Dienst zu leisten;aber er konnte nicht umhin, im nächsten Moment hinzuzufügen:
„Da Eure Majestät auf meines Vaters Geburt anspielte,so muß ich gestehen, daß, die Schwachheit der Eltern bei Seitegesetzt, er vielleicht weit glücklicher war, als Sohn einer un-gesetzlichen Ehe, denn der Sohn gesetzlichen Haffes."
„Du bist ein ärgerlicher Bursche, Dunois, so von der hei-ligen Ehe zu sprechen," antwortete Ludwig scherzend. Aberzum Teufel mit der Unterhaltung, denn der Eber ist aufge-trieben. — Laßt die Hunde los, im Namen des heiligen Hu-bert! — Ha! ha! tra — la — la —lira —la!" — Und desKönigs Horn scholl lustig durch den Wald, während er vor-wärts zur Jagd eilte, gefolgt von zwei oder drei seiner Garden,unter denen auch unser Freund Quentin Durward war. Undhierbei war bemerkenswerth, daß der König selbst im Verfolg