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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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die Geheimnisse der Beichtenden im Allgemeinen zu verber-gen, es doch kein Sigillum conkessionis gebe, welches des Kö-nigs Hauch nicht schmelzen könne."

Und da Seine Eminenz bereit ist," sagte der König,unsdie Geheimnisse Anderer mitzutheilen, so erwartet er natür-lich, daß auch wir so mittheilend gegen ihn sein sollen; und,um auf diesen gegenseitigen Fuß zu kommen, wünscht er be-sonders auch zu erfahren, ob jene beiden Damen von Cropewirklich in unserm Gebiete sind. Es thut uns leid, seine Neu-gier nicht befriedigen zu können, da wir selbst nicht wissen,an welchem Orte sich soeben irrende Fräulein, verkappte Prin-zessinnen, unglückliche Gräfinnen innerhalb unsers Reichs be-finden mögen; denn dieses ist, Dank dem Himmel und unsrerFrau von Embrun, zu ausgedehnt, als daß wir so leicht denbegründetsten Nachforschungen Seiner Eminenz genügen könn-ten. Doch gesetzt, sie wären bei uns, was sagt Ihr dann,DunoiS, zu unserS Vetters nachdrücklicher Forderung?"

Ich will Euch antworten, mein Fürst, wenn Ihr mir auf-richtig sagen wollt, ob Ihr Krieg oder Frieden braucht," er-widerte Dunois, mit einem Freimuth, der, da er aus dernatürlichen Offenheit und Unerschrockenheit seines Charaktersentsprang, ihn zuweilen zum großen Lieblinge Ludwig's machte,der, gleich allen listigen Personen, eben so begierig war, indie Herzen Andrer zu sehen, als das eigene zu verschließen."

Bei meiner Ehre," sagte er,es liegt mir selber daran,Dunois, Dir meine Absicht zu eröffnen, wenn ich sie nur sel-ber genau wüßte. Aber angenommen, ich entschiede mich fürKrieg, was sollte ich mit dieser schönen und reichen jun-gen Erbin thun, gesetzt, daß sie sich in meinem Gebiete be-fände ?"

Sie mit einem Eurer tapsern Gefährten verheirathen,