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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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seine Bescheidenheit immer eifrig vermeiden zu wollen schien, wieder in das innere Gemach, dessen Thürcn sich jetzt auf-thatcn, und König Ludwig betrat das Empfangzimmer.

Quentin richtete, wie alle andern, denBlick auf ihn; aberwieerstarrte er plötzlich, so daß ihm fast die Waffe entsank, als er indem Könige von Frankreich jenen Kaufmann, den Meister Peter,erkannte, der der Gefährte seiner Morgenwanderung gewesenwar. Besonderer Argwohn in Bezug aufden wirklichen Rang die-ses Mannes war verschiedene Mal in seinem Innern erwacht; aberdiese Wirklichkeit überstieg seine wunderlichsten Bcrmuthungen.

Der ernste Blick seines Oheims, der einen Verstoß gegen das,was sich beim Dienste ziemte, rügte, rief ihn zu sich selbst zurück;doch nicht wenig erstaunte er, als der König, dessen schneller Blickihn sogleich entdeckte, gerade nach der Stellung bintrat, wo erstand, ohne selbst von Jemand Notiz zu nehmen.Junger Mann,"sagteer,ich hörte, Ihr hättet gleich bei Eurer Ankunft in Tou-raine Händel begonnen; aber ich verzeihe Euch, da es hauptsäch-lich die Schuld eines thörichten alten Kaufmanns war, welchermeinte, Euer Caledonischcs Blut müsse des Morgcnserst durchvin cle Lesulne erwärmt werden. Wenn ich ihn finden kann, willich an ihm ein Beispiel für diejenigen geben, die meine Garden zurAusschweifung verleiten. Balafrü," fügte erhinzu, indem erLesly anrcdete,Euer Vetter ist ein hübscher junger Mann, ob-wohl ein Hitzkopf. Wir haben solche Leute gern und wollen diebraven Männer, die uns umgeben, mehr denn sonst berücksichti-gen. Laßt das Jahr, den Tag, Stunde und Minute von EuresNeffen Geburt aufschreiben und Oliver Dain übergeben."

Balasre verbeugte sich bis auf den Boden und nahm dann seineaufrechte militärische Stellung wieder ein, als Einer, der durch seinBenehmen zeigen will, wie er bereit sei, in des Königs Unterneh-mungen und zu dessen Vertheidigung zu handeln. Quentin, der