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„was er, ein Ritter aus des Königs Leibgarde, beabsichtige,indem er sich der Hinrichtung eines Verbrechers widersetze?"
„Ich läugne, daß ich das thue," antwortete Balafre- „Hei-liger Martin! es ist, denk' ich, ein Unterschied zwischen der Hin-richtung eines Verbrechers und der Ermordung meines Neffen!"
„Euer Neffe kann ein Verbrecher sein, so gut als jederAndre, Herr," sagte der Generalprosoß. „Und jeder Fremdein Frankreich ist dem Gesetz Frankreichs unterworfen."
„Ja, aber wir haben Privilegien, wir schottischen Bogen-schützen," sagte Balafre; „haben wir keine, Kameraden?"
»Ja, ja," riefen alle miteinander. „Privilegien — Privi-legien! Lang lebe König Ludwig — lang lebe der kühneBalafrö — lang lebe die schottische Wache — und Tod allen,die unsre Privilegien beeinträchtigen wollen!"
„Nehmt Vernunft an, ihr Herren Reiter!" sagte der Gc-ncralprofoß- „Bedenkt meinen Auftrag."
„Von Euch nehmen wir keine Vernunft an," sagte Cun-ningham; „unsre eignen Offiziere werden uns Vernunft leh-ren. Wir wollen von des Königs Gnade, oder von unsermeignen Hauptmann gerichtet werden, jetzt, da der Lord Groß-connetable nicht gegenwärtig ist."
„Und wir wollen von Niemand gehängt sein," sagte Linde-say, „als von'Sandte Wilson, dem alten Profoß unsers eig-nen Korps."
„Es würde eine bestimmte Beeinträchtigung Sandie's sein,der ein so ehrlicher Mann ist, wie nur irgend einer, dereinem die Schlinge umlegt, wenn wir Jemand anders hierverfahren ließen," sagte Balafrö. „Sollte ich selber gehan-gen werden, kein andrer dürfte mir die Schlinge um denHals legen."
„Aber hört nur," sagte der Profoß, „dieser junge Mann