Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
144
Einzelbild herunterladen
 

144

Schwert abschlagen, das würde sich eher zu meinem Rangepaffen, als durch die Hände solcher schlechten Kerle zu sterben."

Hört wie er schimpft!" sagte der Gesetzvollstrecker.Ach,wie schnell unsre besten Entschlüsse vorübergehen! Er war ineiner seligen Stimmung zum Abschied, aber nun ist er inzwei Minuten ein Verächter obrigkeitlichen Anschns geworden."

Sagt mir nun," fuhr der Bogenschütze fort,was dieserjunge Mann begangen hat?"

Er hat sich unterstanden," antwortete Trois-Echellcs miteiniger Würde,den todten Leib eines Hingerichteten hcrab-zunehmen, während die tleui-cie-I)« den Baum bezeichnte,woran ich ihn eigenhändig gehangen hatte."

Wie verhält sich das, junger Mann," sagte der Bogen-schütze.Wie kamt Ihr dazu, Euch einer solchen Ungebührschuldig zu machen?"

So wahr ich Euren Schutz wünsche," antwortete Dur-ward,ich will Euch die Wahrheit sagen, als wär' es meineBeichte. Ich sah einen Mann am Baume zappeln, und unter-nahm cs, ihn abzuschneiden, aus bloßer Menschenliebe. Ichdachte weder an lleur-lle-Iys, noch an Nelkcnblume, und glaubteeben so wenig den König von Frankreich zu beleidigen, als. unser» Vater, den Papst."

Was hattest du dich aber mit dem todten Leibe zu be-fassen?" sagte der Bogenschütze:du wirst sie hängen sehn,in der Nähe dieses Gentleman, an jedem Baume wie Trau-ben, und du wirst genug zu thun haben, wenn du in die-sem Lande hinter dem Knüpfauf Aehrenlese halten willst.Ich werde jedoch einen Landsmann nicht verlassen, wo ichhelfen kann. Hört an, Herr Gerichtöbeamter, Ihr seht,dies ist bloß ein Mißverständniß. Ihr solltet doch einigesMitgefühl mit einem so jungen Reisenden haben. Bei uns