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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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daran gehabt, zu bewundern und freigebig zu belohnen. O,das ist ein weiser und höchst politischer Monarch!"

Der Neffe schwieg anfangs und sagte dann in einem leisen,aber nachdrücklichen Tone:der gute Vater Peter pflegte michoft zu lehren, cs wären manche Thaien mit großen Gefahrenverknüpft, wobei gleichwohl wenig Ehre zu gewinnen sei. Ichhabe daher wohl nicht nöthig, lieber Oheim, Euch zu sagen,daß diese geheimen Aufträge auch nicht eben ehrenvoll zu seinbrauchen."

Für wen oder für was hältst Du mich, lieber Neffe?"sagte der Balafrö etwas düster.Allerdings bin ich in keinemKloster erzogen worden, eben so wenig kann ich lesen undschreiben. Aber ich bin Deiner Mutter Bruder; ich bin einachter Leslp. Meinst Du, daß ich Dir etwas Unwürdiges em-pfehlen würde? der beste Rittersmann in Frankreich, Du Gu-esclin selbst, wenn er noch lebte, dürfte stolz darauf sein,meine Thaten unter seine Unternehmungen zu rechnen-"

Ich kann nicht an Eurer Versicherung zweifeln, lieberOheim," sagte der Jüngling;Ihr seid der einzige Rathge-ber, den mir mein Mißgeschick gelassen hat. Aber ist es wahr,was das Gerücht sagt, daß dieser König einen magern Hofhier im Schlöffe Plessis hält? Nichts von Edeln und Hofleu-ten, keine der großen Vasallen in seinem Gefolge, kein hoherKronbcamter hier; halb einsame Lustpartien, die bloß die Dienst-lente seines Hauses theilen; geheime Rathöversammlungen, zudenen nur niedrige und geringe Menschen gezogen werden;Rang und Adel unterdrückt, und Menschen aus den niedrig-sten Ständen zu königlicher Gunst erhoben Alles dies scheintungeregelt, kommt der Lebensweise seines Vaters, des edlenKarl, gar nicht gleich, der dies mehr als zur Hälfte eroberteKönigreich aus den Klauen des englischen Löwen riß."