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6 (1851) Quentin Durward
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Währungen im Gebiete seines mächtig gewordenen Vasallenzu nähren.

Die Verachtung und der Haß des Herzogs wurde von Ludwigin gleicher Stärke erwidert, obwohl er sich eines dichter» Schleiersbediente, um seine Gesinnungen zu verbergen. Es war unmög-lich für einen Mann von seinem tiefen Scharfblick, die tolle Hart-näckigkeit nicht zu verachten, die nie ihre Absicht aufgibt, mag sichdiese Beharrlichkeit auch noch so nachtheilig erweisen, und ebensodie übereilte Heftigkeit, die ihren Lauf beginnt, ohne einen Augen-blick die Hindernisse zu erwägen, die vorhanden sein mögen. Dochder König haßte den Herzog noch mehr, als er ihn verachtete, undseine Verachtung und sein Haß waren um so tiefer, je mehr sie mitFurcht gemischt waren; denn er wußte, daß der Anlauf eines wil-den Stiers, mit dem er den Herzog von Burgund gewöhnlich ver-glich, immer furchtbar bleibt, obwohl ihn das Thier mit geschlos-senen Augen beginnt. Nicht bloß der Reichthum der burgundischenLänder, die Disciplin der kriegerischen Einwohner und die großeMasse ihrer Bevölkerung war cs, diederKönig fürchtete, sondernschon die persönlichen Eigenschaften ihres Führers hatten Gefähr-liches genug. Der Geist der Tapferkeit, die er aus den Gipfel derVerwegenheit und drüber hinaus trieb, das Glänzende seinesHofstaates, seiner Person und seines Gefolges, in welchen allener die erbliche Pracht des Hauses Burgund entfaltete, dies zog inKarls des Kühnen Dienst alle feurigen Geister jener Zeit, derenWesen mit dem seinigen übereinkam; und Ludwig sah sehr deutlichein, was mit einer Schaar so entschlossener Abenteuer unternom-men und ausgerichtet werden konnte, die einem Führer von ebenso unbeugsamer Natur wie sie selbst, folgten.

Noch ein anderer Umstand war vorhanden, der die feindseligeGesinnung Ludwigs gegen seinen zu mächtig gewordenen Vasal-len noch vermehrte. Er verdankte ihm Gefälligkeiten, die er nie