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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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geheim und sicher zu verwahren, in der That aber, um ihn nichtZeugen des Triumphes seines Bruders sein zu lassen. Durch dieunbewohnten Gemächer voll der schmerzlichsten Erinnerungenschlich der unglückliche Jüngling wie ein unzufriedenes Gespenst,bei jedem Schritt neuen Anlaß zu Kummer und Selbstpeinigungfindend. Zuletzt ward ihm sein gereizter Zustand mit den quä-lenden Erinnerungen unerträglich. Er rannte hinaus und schritthastig die Schlucht hinauf, als wollte er die Last abschütteln,welche auf seiner Seele ruhte. Die Sonne war eben am Unter-gehen, als er den Eingang der Corri-nan-shian erreichte. Plötz-lich fiel ihm ein, was er gesehen, als er zum letzten Male dieseHohle besucht hatte. Seine Gernüthsstimmung war der Art, daßer lieber Gefahr suchen als meiden wollte.

Ich will diesem gehcimnißvvllen Wesen in's Auge sehen,"sprach er.Sie hat das Schicksal vorherverkündet, welches michin dieß Gewand gehüllt hat; ich will sehen, ob sie mir etwasWeiteres ron einem Leben berichten kann, welches nothwendigelend sein muß."

Wirklich sah er an ihrem gewöhnlichen Platz das WeißeFräulein sitzen. Sie sang in ihrem gewöhnlichen sanften, leisenTone. Während des Singcns schien sie kummervoll auf ihrengoldenen Gürtel zu sehen, welcher jetzt zur Feinheit eines Seiden-fadens verdünnt war.

Lebe wohl Du grüne Eich'!

Selten mehr wird Dein Gezweig'

Schimmernd auf und ab sich neigen.

Grüßend mein Herniedersteigen.

Daß entsetzt der Landmann flieht.

Der ohne Wind Dich schwanken sieht.

Leb' wohl Quell! nun nicht mehr langMurmelst Du zu meinem Sang,