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gekommen, um auf Eure Fragen zu antworten, sondern um vonEuch zu erfahre», warum Ihr den Frieden gebrochen habt, indemIhr Eure Lehenleute in Waffen versammelt und die Unterthanender Königin aufgcboten habt, in Folge dessen viele Männer er-schlagen worden sind, und Wahrscheinlichkeit vorhanden ist, daßvieles Ungemach, vielleicht selbst ein Bruch der Freundschaft mitEngland entstehen möchte."
,,6»>>us in lubuln')!" antwortete der Abt spöttisch. „DerWolf beschuldigte das Schaf, daß es den Bach rrüb mache, währender oberhalb desselben trank — und das diente ihm zum Vorwand,dasselbe aufzufressen. Die Unterthanen der Königin aufzubicten!Ich habe es gethan, um das Land der Königin wider Ausländerzu verthcidigen. Ich habe damit lediglich meine Schuldigkeitgethan, und ich bcdaure, daß ich nicht die Mittel hatte, es mitgrößerem Nachdrucke zu thun."
„War es auch Eure Schuldigkeit, einen Verräther an derKönigin von England aufzunehmen und zu beherbergen, undeinen Krieg zwischen England und Schottland zu veranlassen?"fragte Murray.
„In meinen jüngeren Lagen, Gnädiger Herr," versetzte derAbt mit immer gleicher Unerschrockenheit, „war ein Krieg mitEngland keine so gefürchtete Sache, und nicht nur ein infulirterAbt, welcher durch seine Regel verbunden ist, Gastfreiheit gegenAlle zu üben und Jedem eine Freistätte zu gewähren, sondernselbst der ärmste schottische Bauer würde sich geschämt haben,Furcht vor England anzugeben als Grund, warum er einemverfolgten Verbannten seine Thür verschlossen. Aber in jenenalten Tagen sahen die Engländer selten das-Gesicht eines schottischenGroßen anders als durch die Stangen seines Visirs."
') Der Wolf in der Fabel.