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Der Gesang der Mönche und die Klagen der Laien verstummten,und Alle erwarteten in bangem Schweigen die Ankunft des ketze-rischen Kriegsvolkes, welches sie so lange schon gewöhnt waren,mit Zittern und Zagen zu betrachten.
Endlich vernahm man aus der Ferne Pferdegetrappel und sah,daß die Sperre durch die Bäume oberhalb des Dorfes hindurchblitzten. Die Laute wurden stärker und vereinigten sich zu einemanhaltenden Rauschen, in welchem der Hustritt der Rosse sich mitdem Rasseln der Harnische vermischte. Bald erschienen die Reisigenan dem Hauptzugang zu dem unregelmäßigen Viereck, welches denMarktplatz bildet. Sie ritten zwei Mann hoch ein, langsam undin der größten Ordnung. Die Spitze bewegte sich immer vorwärtslängs den Seiten des Platzes, bis sie den äußersten Punkt erreichthatte. Dann machten sie Halt und Front gegen den Platz. Aufdiese Weise war der ganze Markt von Bewaffneten umgeben. Einezweite Abtheilung kam nach, ritt durch eine Lücke der ersten einund bildete, gleichfalls sich um den Platz herumzichend,- eine innereLinie, so daß nun der Markt mit einer vierfachen Reihe von Rei-sigen umgürtet war. Es entstand eine Stille, und diese benutzteder Abt dazu, seiner Brüderschaft die Weisung zu geben, den feier-lichen Gesang fts prokunüia olamavi anzustimmen. Er blickteumher in den bewaffneten Reihen, um zu sehen, welchen Eindruckdie feierlichen Töne auf sie machten. Alle beobachteten tiefesSchweigen; auf den Stirnen Einiger war Verachtung zu lesen: ausden Blicken der meisten klebrigen sprach Gleichgültigkeit. DieseKrieger waren zu lange schon für die entgegengesetzte Sache ent-schieden, als daß die Schwärmerei ehemaliger Gefühle durch einenUmgang oder einen Hymnus wieder hätte aufgcfrischt werden können.
„Ihre Herzen sind verhärtet," sprach der Abt niederge-schlagen, aber nicht verzweifelnd. „Es steht nun dahin, ob ihreFührer eben so verstockt sind."
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