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seit dem ersten Leuchten des Christenthums hier gewohnt hat,vielleicht am heutigen Tage im Buch der Zeiten eingetragenwerde als der letzte Vater dieser heiligen Brüderschaft. Komm,laß uns hinabsteigcn und unserem Schicksal cntgegengehen. Ichsehe, sie nähern sich dem Dorfe."
Der Abt stieg hinab. Der Noviz warf einen Blick um sichher. Aber der Gedanke an die Gefahr, welche dem ihn jetzt so naheanziehenden, herrlichen Bau drohte, vermochte nicht, die Erinnerungan Marien Avenel zu verdrängen. „Meines Bruders Braut!" —Er zog die Kapuze über das Gesicht uno folgte seinem Oberen.
Alle Glocken der Abtei vereinigten nun ihren Klang mit demGrabgeläute der großen, welches schon lang ertönte. Die Möncheweinten und beteten, als sie sich, wie es nur zu wahrscheinlichwar, zum letzten Mal, zum feierlichen Zuge ordneten.
„Es ist gut," sagte Pater Philipp, „daß unser Vater Boni-facius sich in's Binnenland zurückgezogen hat. „Er hätte diesenTag nicht verwinden können; es würde sein Herz gebrochen haben."
„Gott sei mit der Seele von Abt Jngclram!" sprach deralte Pater Niclas; „so etwas kam in seinen Lagen nicht vor.Sie sagen, wir sollen aus dem Kloster verstoßen werden. Wieich anderswo leben soll, als wo ich jetzt siebzig Jahre lang gelebthabe, das weiß ich nicht. Das Beste ist, daß ich nirgends mehrlange zu leben habe."
Wenige Augenblicke nachher ging das Hauptthor des Klostersauf, und der Zug bewegte sich langsam vorwärts aus dem hohenund reich geschmückten Lhorwege; Kreuz und Fahne, Schale undKelch, Schreine mit Reliquien und duftende Rauchfässer gingentheils vorher, theils zwischen den langen Leihen der Brüderschaftin ihren langen schwarzen Gewändern und Kaputzen mit darüber-hängenden weiße» Scapuliercn. Jeder Würdenträger des Klostershatte das Abzeichen seines Amtes. In der Mitte des Zuges kamKloster, m. 12