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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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als ich Geduld haben darf? Und drängst Du mich, die wenigenAugenblicke von Gewalt, die ich vielleicht noch besitze, anzuwenden,um vom Angesicht der Erde einen Menschen zu vertilgen, dessenvon Gott verliehene Fähigkeiten so ganz und gar zum Dienstedes Satans verwandt werden."

Time, was Dir gefällt," sprach der Prediger,Dein ohn-mächtiger Grimm soll mich nicht hindern, meine Schuldigkeit zuthun und zu Deinem Besten zu wirken, so weit es geschehen kann,ohne meinen höheren Beruf zu vernachlässigen. Ich gehe zu demGrafen von Murray."

Ihre Unterredung, welche in einen so bitteren Streit aus-geartet war, wurde hier unterbrochen durch das tief und schauerlichtönende Geläute der größten Glocke des Klosters. Dieser Klang,berühmt in den Jahrbüchern der Brüderschaft als Gewitter ver-treibend und Teufel in die Flucht jagend, war jetzt lediglich Ver-kündiger der Gefahr ohne Kraft sie abzuwehren. Der Abt wieder-holte eilig seinen'Befehl, daß alle Brüder geschmückt zum feierlichenZug sich in dem Chor versammeln sollten und stieg aus der fürihn allein bestimmten Treppe hinauf auf den Umgang um dasDach des hohen Gebäudes: hier traf er den Küster, welcher Kraftfeines Amtes das Läuten der großen Glocke angeordnet hatte.

Es ist zum letzten Mal, daß ich mein Amt verrichte, hoch-verehrter Vater und Herr," sprach Pater Philipp;dort kommendie Philister. Wenigstens wollte ich, daß die große Glocke vonS. Marien zum letzten Mal nicht anders als ihrem wahren undvollen Ton läute. Ich bin ein sündiger Mann gewesen fürEinen von unserem heiligen Stand," fügte er, aufwärts blickend,hinzu;allein ich darf denn doch wohl sagen, nicht eine einzigeGlocke auf dem Thurm des Hauses hat einen falschen Tongeläutet, so lange Pater Philipp die Aussicht über das Glocken-haus hat."