von der Welt fern gehalten hast, um meine Verbindlichkeiten gegenDich zu erfüllen."
„Ja wohl," versetzte der Abt; „und wer weiß, ob nicht dasweltliche und schwachherzige Mitleid, welches mich bestimmt hat,Dein Leben zu erhalten, jetzt in diesem drohenden Strafgerichtseine Rache findet. Wohl möchte der Himmel den irrenden Hirtengeschlagen und dadurch die Heerde zerstreut haben."
„Denke besser von den göttlichen Gerichten," enkgegneteWarden. „Nicht um Deiner Sünden willen, welche Deinerverblendeten Erziehung und den Verhältnissen angehören, bistDu, Wilhelm Allan, geschlagen, sondern für die aufgehäufteSchuld, welche Deine übelbcnamtc Kirche auf sich und auf dieHäupter ihrer Anhänger geladen hat durch die Jrrthümer undVerderbnisse von Jahrhunderten."
„Wahrhaftig," rief der Abt, „bei meinem festen Glaubenan den Felsen Petri, Du entzündest den letzten Funken menschlichenUnwillens, der in meinem Busen noch sprühen kann. Ich dachte,ich könnte nicht mehr die Regung irdischer Leidenschaft empfinden,und siehe da, Deine Stimme reizt mich zum Ausbruch menschlichenZornes! Ja, Deine Stimme ist es, Du, der Du kommst, michin der Stunde des Kummers zu verhöhnen mit lästerlichen An-schuldigungen gegen eine Kirche, welche das Licht des Christen-thums erbalten hat von den Seiten der Apostel bis jetzt."
„Von der Zeit der Apostel?" enkgegnete der Prediger eifrig.IVegatur 6uilielms -VIIsn *). Die ursprüngliche Kirche war ebenso sehr von der römischen verschieden, wie das Licht von derFinsterniß, was ich, wenn es die Kürze der Zeit verstattete, baldbewiesen haben wollte. Und noch übeler urtheilst Du, wenn Dusagst, ich käme, Dich in der Stunde der Trübsal zu verhöhnen,
') Wird in Abrede gestellt, Wilhelm Allan.