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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
Seite
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Fester wandte sein Roß, um Bolton und seinen Leuten Weisungenzu geben, und that, als hörte er diese Bemerkung nicht.

Dort reitet ein treuer Diener seiner allerschönsten und groß-mächtigsten Frau," sprach Murray zu Morton. Der Glückliche!Er weiß nicht, ob nicht die Ausführung ihrer Befehle ihm denKopf kostet, und zugleich hat er die Gewißheit, daß die Nichtaus-führung derselben ihm unverzüglich Tod oder Ungnade bringt.O wie glücklich sind doch die, welche nicht nur den Launen vonDame Fortuna unterworfen, sondern auch für dieselben verant-wortlich sind, und zwar einer Herrscherin, die so launig undwankelmülhig ist, wie die göttliche Frau selber."

Wir haben auch eine Frau auf unserem Thron, GnädigerHerr," versetzte Morton.

Das haben wir, Douglas"' erwiderte der Graf mit einemunterdrückten Seufzer;allein wir werden sehen, wie lang einWeib die Zügel der Gewalt festhaltcn kann in einem so wildenReich, wie das unsere. Wir wollen uns jetzt nach S. Marienbegeben und selber sehen, wie es mit diesem Hause steht.Glendinning, habe Acht auf dieß Weib und beschütze sie. WasTeufel, hast Du denn da in den Armen? Ein Kind, so wahr ichlebe! Wie konntest Du eine solche Bürde, an einem solchen Platzund in einem solchen Augenblick finden?"

Halbert erzählte kurz die Geschichte. Der Graf ritt nachder Stelle, wo der Leichnam Julian's lag, umschlungen von denArmen seiner unglücklichen Gefährtin, gleich dem Stamm einerentwurzelten Eiche, welche der Sturm mit all ihren Ephcu-gewinden niedergeworfen. Beide waren todtcnkalt. Murroyempfand eine ungewöhnliche Rührung, indem er vielleicht anseine eigne Geburt dachte.Was haben die zu verantworten,Douglas," sagte er,welche so die süßesten Gaben der Liebemißbrauchen!"