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in glänzender Rüstung, dessen Helmzier, obwohl zerbrochen undbesudelt, doch den Mann von hohem Rang verrielh, ein Weib,gehüllt in einen Reitermantel, saß und Etwas an ihre Brustdrückte, was er bald als ein Kind erkannte. Er warf einenBlick auf die Engländer. Er sah, daß sie nicht vorwärts kamen,und aus dem fortdauernden Blasen ihrer Trompeten und demlauten Rufen ihrer Amführer entnahm er, daß sie sich nicht sobald wieder gesammelt haben würden. Somit blieb ihm einAugenblick, um nach dem unglücklichen Weibe zu sehen. Er saßab, gab sein Roß einem Spcerreiter, näherte sich der Unglücklichenund fragte sie im sanftesten Tone, ob er ihr Beistand leistenkönne. Die Trauernde, ohne auf seine Frage zu antworten, be-mühte sich, mit zitternder und ungeschickter Hand die Schließfederndes Visirs und des Ringkragens zu öffnen, und sagte: „O erwürde den Augenblick wieder zu sich kommen, könnt' ich ihm nurLuft verschaffen! Hab' und Gut, Leben und Ehre würde ich darumgeben, wenn ich die Kraft hätte, diese grausamen Eisenplattenzu entfernen, die ihn ersticken!" Wer Kummer lindern will, darfnicht von der Eitelkeit einer Hoffnung reden, und wäre sie auchnoch so trügerisch. Der Körper lag, wie der eines Menschen,welcher den letzten Athcmzug gethan, und Nichts mehr mit denDingen dieser Welt zu schaffen hat. Nichtsdestoweniger hobHalbert das Visir auf und machte den Ringkragen los. Zu seinemgroßen Erstaunen erblickte er das bleiche Antlitz Julian's vonAvenel. Sein letztes Gefecht war geliefert; der wilde, unruhigeGeist war im Kampf geschieden, welcher so lange seine Lust ge-wesen war.
„Er ist leider hin," sprach Halbert zu dem jungen Weib,in welchem er jetzt unschwer die unglückliche Katharina erkannte.
„O nein, nein, nein!" erwiderte sie, „sagt nicht so; er istnicht todt; er liegt bloß in Ohnmacht. Ich habe eben so lange