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Schuß steht und der zu sehr betroffen ist über die Herrlichkeitdes Kopfes und Geweihes, als daß er ihn auf's Korn nehmenkönnte. Es waren die Empfindungen eines Schützen, welcher aufeinen Königsadler ziehlt, und dem der Entschluß schwer wird,seinen Vorthcil zu benutzen, wenn er den Beherrscher der Lüftesich brüsten sieht in stolzer Verachtung alles dessen, was widerihn unternommen werden könnte. Das Herz des Subprior, sobigott er auch war, erweichte sich, und cs war unschlüssig, ob erdurch strenge Erfüllung seiner vermeintlichen Pflicht die Gewis-sensbisse erkaufe» sollte, welche er dereinst empfinden möchte wegendes Todes eines im Denken und Wollen so unabhängigen undedlen Menschen, obendrein des Freundes seiner glücklichsten Jahre,mit dem er Hand in Hand auf dem Weg der Erkenntniß vor-gedrungen war und der, in Erholungsstunden seinen Genuß ande» Werken der Klassiker getheilt hatte."
Er legte die Hand an seine halbüberschattete Wange undsenkte das fast unsichtbare Auge auf den Boden, als wollte erseine weicheren Gefühle verbergen.
„Wäre nur Edward vor Ansteckung sicher," dachte er —„Edward der mit Feuereifer allem nachjagt, was nur einiger-maßen wie Wissenschaft aussieht! Den Weibern könnte ich dannschon diesen Schwärmer überlassen, sobald ich ihnen bedeutet Härte,daß sie nicht ohne Sünde auf seine Träumereien achten können."
Während der Subprior so überlegte und zögerte, denjenigenBefehl zu geben, welcher das Schicksal des Gefangenen entscheidenmußte, ward seine Aufmerksamkeit durch ein Geräusch am Thorabgelenkt. Im nächsten Augenblick stürzte Edward mit glühendenWangen in das Gemach.