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alles Ungemachs entledigen, daß sie mich über die Gränze führenund in die Hände des Herrn Hans Foster oder des Freiherrnvon Hunsdon, der englischen Markwarte, liefern und so zu glei-cher Zeit sich Frieden schaffen mit ihren Unterthancn und mitEngland. Schönste Molinara, ich will einmal Deinem Rathefolgen, und wenn es Dir gelingt, mich aus dieser Schandhöhleherauszubringen, dann will ich Deinen Witz und Deine Schönheit der-maßen preisen, daß die Bäckernymphe Rasacl's von Urbino nur wieeine Zigeunerin erscheinen soll iw Bergleich mit meiner Molinara."
„Ich bitte Euch, schweigt," sprach die Müllerstochter. „WennEuer Sprechen verräth, daß Ihr wacht, dann mißlingt meinganzer Plan. Es ist Gottes und Unserer Lieben Frauen Gnade,daß wir nicht schon behorcht und entdeckt sind."
„Ich schweige," sprach der Südländer, „gleichwie die ster-nenlose Nacht. Doch aber — wenn Dein Anschlag Dich in Ge-fahr Kürzen sollte, schöne und nicht minder liebreiche als schöneJungfer, dann wäre es meiner höchst unwürdig, meine Rettungdamit zu erkaufen."
„Denkt nicht an mich," versetzte Grctel hastig, „ich Hin ge-borgen, ich will mir schon zu helfen wissen, sobald ich Euch ein-mal aus dieser gefährlichen Wohnung heraus habe. Wollt IhrEtwas von Eurer Kleidung oder sonstiger Habe mitnchmcn, soverliert keine Z>it."
Der Ritter verlor indcß einige Zeit, bevor er mit sich in'sReine kam, was von seiner Garderobe er mitnehmen und waser dalassen sollte, denn jedes einzelne Stück schien ihm wcrthdurch die Erinnerung an die Feste und Lustbarkeiten, bei welchener es zur Schau getragen hatte. Eine Zeitlang ließ ihm GretelMuße, seine Auswahl zu treffen, denn sie hatte ebenfalls einigeVorbereitungen zur Flucht zu machen. Als sie aber, mit einemkleinen Bündel aus ihrer Kammer zurückkehrend, ihn noch immer