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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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Zustand große Sorgsamkeit erheischte, war in dasjenige Gemachgebracht worden, welches bisher Halbert und Edward inne ge-habt hatten. Letzterer hatte seinen Nachtposten eingenommen,um die Flucht des Gefangenen zu verhüten. Um das arme Gre-telchen hatte sich bei diesen Veränderungen Niemand bekümmert.Sie hatte sich also in das Schlafkämmerlein begeben, welches siedie vorige Nacht inne gehabt hatte, ohne zu wissen, daß dieSpeisekammer, durch welche der einzige Aus- und Eingang führte,das Schlafgemach von Herrn Piercie Shafton werden sollte.Die Maßregeln, ihn dort festzuhalten, waren so plötzlich ergriffenworden, daß sic dieselben erst dann gewahr wurde, als die üb-rigen Frauen auf Befehl des Subprior bereits aus der Speise-kammer entfernt waren. Da sie den Augenblick verfehlt hatte,sich ihnen anzuschließe», hielt Verschämtheit und die ihr einge-prägte Ehrfurcht vor den Mönchen sie ab, allein hinauszugchenund dadurch das geheime Zwiegespräch des Paters mit dem Süd-länder zu stören. Es blieb ihr Nichts übrig, als das Ende des-selben abzuwarten, und da die Lhüre dünn war und nicht gutschloß, so konnte sie jedes Wort vernehmen.

Auf diese Weise wurde sie unwillkührlich mit dem Geheim-niß bekannt, welches der Subprior und der englische Ritter miteinander verhandelten. Eben so konnte sie aus dem Erker wahr-nehmen, wie nach«md nach die von Edward entbotenen jungenLeute anlangtcn. Alles dieß ließ sie rermuthcn, daß das Lebenvon Herrn Piercie Shafton in großer Gefahr schwebte.

Das weibliche Geschlecht ist von Natur mitleidig, um so mehr,wenn Jugend und Schönheit Eigenschaften des Gegenstandes sind,welcher fein Mitgefühl in Anspruch nimmt. Die hübsche Gestalt,die zierliche Kleidung und Redeweise des Ritters, welche nicht denmindesten günstigen Eindruck auf den ernsten und stolzen Sinnvon Maria Avenel gemacht, hatte dem armen Müllermädchen