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Avenel, welche ich in allen Ehren und Artigkeit meine Verstän-digkeit nenne, mir eine arge Schmach anzuthun, welche um sounterträglichcr wurde durch den Ort und durch die Zeit, — daß,sage ich, mein gerechter Zorn dermaßen die Oberhand bekam übermeinen Verstand, daß ich beschloß, ihm das Recht als Meines-gleichen zu bewilligen und ihm den Zweikampf zu »erstatten."
„Aber, Herr Ritter," unterbrach ihn der Subprior; „Ihrlasset zwei Dinge ganz im Dunkeln. Erstlich: warum das Zeichen,welches er Euch vorhielt so sehr Euren Zorn reizte, wie ich undAndere bezeugen können; und zweitens, wie der Jüngling, mitwelchem Ihr damals zum ersten oder höchstens zum zweiten Malzusammentrafet, so viel von Eurer Geschichte wissen konnte, umim Stande zu sein, Euch so schwer zu reizen."
Der Ritter crröthete tief und sprach: „Was Eure erste Fragebetrifft, Ehrwürdiger Vater, so wollen wir mit Eurer Erlaubnißdieselbe auf sich beruhen lassen, da sie Nichts zur Sache thut. Wasdie zweite betrifft, so versichere ich Euch, ich weiß eben so wenigwie Ihr, auf welchem Wege er zu seiner Kenntniß gelangt ist,und ich glaube fast, er hat mit Satanas zu schaffen, wovon gleichnachher ein Wehres. — Weiter also in meiner Erzählung. AmAbend verfehlte ich nicht, mein Vorhaben unter einer heiteren Stirnzu verbergen, wie es Gewohnheit ist bei uns Martialisten, denn wirentfalten nie die Blutfahne der Herausforderung in unserem Antlitz,als bis unsere Hand bewaffnet ist, um unter derselben zu fechten.Ich unterhielt die schöne Verständigkeit mit etwelche» Canzonettenund anderen Kleinigkeiten, welche für ihr ungeübtes Ohr nicht an-ders als bezaubernd sein konnten. Am Morgen stand ich auf undtraf mit meinem Gegner zusammen, welcher, die Wahrheit zu sagen,für einen unerfahrnen VilläAFio sich so mannhaft benahm, wieich nur immer wünschen konnte. Es kam zum Kampf, und ichstellte seinen Gehalt auf die Probe mit etwa einem halben Dutzend