meiner Leute und zog sie an und nahm zwei andere von meinenDienern in ihren Livreen mit mir, und wir Drei, als Leute desMarkwarts, begaben uns in die Wohnung des Großprofoßen, woBouene sich befand, und wurden in sein Gemach eingelassen. Wirsetzten uns zu ihm und sagten ihm, wir hätten ihn zu sehen be-gehrt, weil wir gehört hätten, daß er ein tüchtiger Mann undtreu gegen seinen Freund sei, und es thue uns leid, daß unserHerr sich nicht bewegen lassen wollte, ihn zu begnadigen. Ererwiderte von freien Stücken, er habe lange genug gelebt, umso viele Bubenstücke zu verüben, wie er verübt hätte, und er-zählte uns bei der Gelegenheit, daß er bei den Eheweibern vonvierzig Männern theils in Schottland, theils in England ge-legen, daß er sieben Engländer mit eigner Hand gctödtet undgrausam umgebracht, daß er sein ganzes Leben mit Huren, Saufen,Stehlen und Uebung schwerer Rache für geringe Beleidigungenzugebracht habe. Er schien sehr reuig zu sein und verlangte nacheinem Priester zum Trost seiner Seele. Wir versprachen dießsein Begehren unserem Herrn zu hintcrbringen, welcher dasselbegewiß sofort bewilligen würde. Wir nahmen Abschied v.n ihm,und sofort verordnete ich, daß Meister Selby, ein sehr ehrbarerPrediger, zu ihm ginge und ihn nicht verließe bis zu seiner Hin-richtung am nächsten Morgen. Denn nachdem ich selber seinGeständniß gehört, war ich entschlossen, ihm unter keiner Be-dingung das Leben zu lassen; verfügte deßhalb, daß er nächstenMorgen, sobald das Thor aufgemacht würde, zur Hinrichtunghinausgeführt würde, was denn auch geschah." — Memoiren desHerrn Robert Earey, Grasen von Monmuth.
Kloster, u.
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