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4 (1851) Das Kloster
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Kcnst Du diesen Brauch nicht, heiliger Monn?" sprachJulian in demselben spöttischen Ton.Nun so will ich Dir ihnerklären. Wir Granzer sind behutsamer, als Eure Lümmel imBinnenland, in Fife und in Lothian. Wir plumpen nicht inLas Dunkel hinein wir legen uns keine Handschellen an, biswir wissen, wie sie sich tragen: wir nehmen unsere Weiber wieunsere Pserde auf Probe. Wenn wir gchandfestct sind, wie wires nennen, dann sind wir Mann und Weib für ein Jahr undeinen Tag. Ist diese Zeit verlaufen, dann steht es jedem Theilfrei, sich einen anderen Gefährten zu wählen, oder aber, wenncs ihnen gefällt, rufen sie den Priester, daß er sie auf Lebenszeittraut. Das nennen wir handfesten')."

Run," versetzte der Priester,ich sage Dir, hochgebornerHerr, in brüderlicher Liebe für Deine Seele, es ist eine aus-schweifende, rohe und verderbte Gewohnheit, gefährlich, wennman darin verharrt, ja verdammungswürdig. Sie knüpft Dichan das schwächere Wesen, so lange sie Gegenstand des Begehrensist; sie löset Dich, wenn sie Gegenstand des Erbarmens ist sie gewährt der rhierischen Lust Alles und der edleren undsanfteren Neigung Nichts. Ich sage Dir: wer daran denkenkann, eine solche Verbindung aufzulößen und das bethörte Weibund den hülflosen Sprößling dem Zufall preiszugeben, der istärger, als die Raubvögel, denn bei diesen bleiben die Männchenbei den Weibchen bis die Jungen fliegen können. Bor Allem,sage ich, ist es der reinen christlichen Lehre zuwider, welche dasWeib dem Manne bezeichnet als Gehülfin bei seiner Arbeit, als

') Dieser Brauch hatte zum Theil seinen Grund in dem Mangel anPriestern. So lange die Klöster noch bestanden, wurden Möncbe abge-ordnet, regelmäßig die wilderen Gegenden zu bereisen und Diejenigenzu trauen, welche in dieser Art von Gemeinschaft lebten. Eine gleicheGewohnheit herrschte auf der Insel Portland.