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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
Seite
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Als sie diesen, durch seine Düsterheit und Einsamkeit zumSchauplatze eines tödtlichen Kampfes wohl geeigneten Fleck erreichthotten, bemerkten Beide zu ihrem Erstaunen am Fuß des Felsensein mit großer Zierlichkeit und Regelmäßigkeit gemachtes frischesGrab, auf dessen einer Seite der ausgcstochene Rasen aufgesetztwar, während auf der anderen der Erdhaufen lag. Eine Hackeund ein Grabscheit lagen am Rand des Grabes.

Herr Picrcie Shafton heftete sein Äuge mit ungewöhnlicherErnsthaftigkeit auf Halbcrt Glendinning und fragte ihn imscharfen Ton:Bedeutet das Verrath, junger Mensch? HabtIhr vor, mich hier, als in einem Hinterhalt zu überfallen?"

Bei Gott, nein!" antwortete Halberc.Ich habe keinemMenschen Etwas von unserem Vorhaben gesagt, und nicht fürden Thron von Schottland möchte ich mich in unehrlichen Vvr-lheil setzen gegen einen einzelnen Arm."

Ich will es glauben, meine Verwegenheit," sprach derRitter, sein gezwungenes Wesen wieder annehmcnd, welchesihm zur andern Natur geworden war.Indessen diese Grubeist gar wohl gemacht und könnte wohl für das Meisterstück desletzten Bettmachers der Natur ich meine, des Todtengräbersgelten. Derohalbcn laßt uns dem Zufall oder einem unbekanntenFreunde danken, welcher solcher Gestalt für Einen von uns einanständiges-Begräbniß bereitet hat, und laßt uns nun an's Werkgehen, zu entscheiden, welcher von uns den Vorlheil haben sollauf diesem Plätzchen ungestörten Schlummers zu genießen."

So sprechend legte er Mantel und Wams ab, faltete die-selben sorgfältig zusammen und legte sie auf einen großen Stein.Halbert folgte seinem Beispiel, nicht ohne einige Beklemmung.Die Nähe des Licblingsplatzes des weißen Fräuleins brachte ihnauf Vermuthungen in Betreff des Grabes.