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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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erweckt. Sie sprach in einem Tone, worin Schmerz und Vorwurfsich zu vereinige» schienen, als sic ihn mit Nachdruck fragte:Was habt Ihr vor?"

Der Jüngling zeigte seine Armbrust und wollte eben denVorwand angebcn, als Maria ihn unterbrach:Nicht doch,Halbert. Diese Ausflucht wäre unwürdig Desjenigen, dessenWort bisher Wahrheit gewesen ist. Ihr denkt nicht an Erlegungdes Hirsches, Euer Herz und Eure Hand sind gegen ein anderesWild gerichtet, Ihr geht darauf aus, Euch mit diesemFremden zu schlagen."

Warum sollte ich mit unserem Gaste Streit haben?" fragteHalbert tief erröthcnd.

Freilich solltet Ihr nicht, und zwar aus vielen Gründen,"versetzte das Mädchen;kein einziger triftiger Grund spricht fürden Streit, den Ihr jetzt sucht."

Wie kommt Ihr dazu, dieß zu glauben?" fragte der Jüngling,bemüht sein Vorhaben zu verbergen.Er ist meiner MutterGast, Schützling des Abtes und des Gotteshauses, welche unsereOberen sind; er ist von hohem Rang. Wie mögt Ihr denken,daß ich Haß tragen kann oder darf wegen eines übereilten Wortes,welches er vielleicht mehr im Muthwillcn des Witzes, als mit derAbsicht zu beleidigen, gegen mich ausgestoßen hat?"

O!" versetzte Maria,gerade diese Frage setzt Euren Ent-schluß außer Zweifel. Von Kindheit auf seid Ihr immer verwegengewesen, habt lieber die Gefahr gesucht, als gemieden, habt EureLust gehabt an Allem, was nach Abentheuer und Herzhaftigkeitschmeckte. Furcht ist es gewiß nicht, die Euch von Eurem Vor-haben abbringen kann; laßt es das Erbarmen tyun! Erbarmen,Halbert, für Eure alte Mutter, welche durch Euren Tod sowohl,wie durch Euren Sieg, der Stütze und des Trostes ihres Altersberaubt werden würde."