verhalten solle. Er konnte dieß thun, ohne den Anschein zu ge-winnen, als gehe er dem Fremden aus dem Wege, denn alleMitglieder des kleinen Haushaltes zerstreuten sich, entweder umdie durch die Ankunft der Herrschaften unterbrochenen Geschäftewieder aufzunehmen, oder um Dasjenige wieder in die Reihe zubringen, was durch ihren Besuch in Unordnung gekommen war.
Er stieg sonach, unbemerkt wie er glaubte, den Hügel hinab,auf welchem der Thurm stand, und erreichte den kleinen ebenenFleck zwischen dem Fuß des Hügels und zwischen der erstenKrümmung des Baches unterhalb des Lhurmes, wo ein paarvereinzelte Birken und Eichen ihn der Beobachtung entzogen.Allein kaum hatte er diese Stelle erreicht, als er einen Schlagauf die Schulter empfand. Er drehte sich um und sah, daßHerr Picrcie Shafkon ihm auf dem Fuße gefolgt war.
Wenn, entweder in Folge einer Verstimmung oder einesMangels an Vertrauen in die Gerechtigkeit unserer Sache oderaus irgend einein anderen Grund unser Muth schwankt, dannist Nichts so sehr geeignet, uns außer Fassung zu bringen, alsAnsehen von Entschiedenheit auf Seiten unseres Gegners. Hal-bert Glendinning, von Natur unerschrocken, war doch einiger-maßen betreten beim plötzlichen Anblick des Fremden, dessen Zorner gereizt hatte, und dessen Blick Feindseligkeit verricth. Alleinwenn auch sein Herz ein wenig rascher schlug, so besaß er dochzu viel Seelcnstärke, als daß er seine Erregung hätte merkenlassen sollen. — „Was steht zu Diensten, Herr Piercie?" fragteer den Ritter, indem er ruhig dem zornigen Blick seines Wider-sachers begegnete.
„Was steht zu Diensten?" wiederhohlte Herr Piercie; „eineartige Frage nach dem Skücklejn, welches Ihr mir gespielt habt!Junger Mensch, ich weiß nicht, welche Brkhörung Dich verleitethat, Dich keck und entschieden als Gegner eines Mannes hinzu-