Springt dieser schwache Drath. dann übergebDen Elementen ich die Kräfte wieder.
Die sie zum Leben einstens mir verliehn.
Frag mich darob nicht mehr; die Sterne wehren's."
„Also kannst Du in den Sternen lesen?" versetzte der Jüngling,„und kannst mir das Schicksal meiner Leidenschaft berichten, wennDu sie auch nicht zu unterstützen vermagst?"
Das weiße Fräulein antwortete:
„Matt strahlet Avenel's Stern, einst so hell,
Matt wie der Leuchtthurm, wenn der Morgen naht.
Und müd der Wächter seine Wart' verlaßt.
Ein Einstuß ist, bedauerlich und furchtbar.
Der abwärts seinen Lauf drangt. Schlimme Lust,
Grimm. Haß und Eifersucht zeigt der AspectDer seinem Dasein dräut."
„Und Eifersucht?" wiederholte Halbcrt. „Es ist also so,wie ich fürchtete! Aber soll dieser englische Seidenwurm sich er-kühnen, mir Hohn zu sprechen in meines Vaters Haus und inder Gegenwart Marien's? Gieb mir die Möglichkeit, Geist, ihmzu begegnen, setze mich in Stand, den eilele» Unterschied desRanges aufzuhcben, um dcssenkwillcn er mir den Kopf abschlägt.Setze uns auf gleichen Fuß, und laß die Sterne scheinen, mitwelchem Aspect sie wollen: meines Vaters Schwert soll ihremEinfluß die Wage halten."
Sie antwortete, ohne Verzug wie zuvor;
„Wenn Unheil folgt, klag mich nicht LN,
Daß ich Dir Deinen Willen gethanDem, der in der Nah' der SterneSchwebt, sind Lieb' und Haß gleich ferne-Je nach Deinem Denken und Thun gedeihtMeine Gabe zum Heil Dir oder zum Leid-"
Kloster n. 6