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4 (1851) Das Kloster
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Gegenwart genoß. Die Stürme nichtiger Leidenschaft mögenwild den Busen des Wilde» bewegen, aber das Herz des Hof-mannes ist geglättet, ihnen zu widerstehen. Gleichwie der ge-srorne See den Einfluß des Windes nicht spüret, so"-

In diesem Äugenblick entbot die grelle Stimme von DameGlendinning Marien, zu ihr zu kommen. Maria gehorchte augen-blicklich, nicht wenig froh, auf diese Weise von den Komplimentenund Bergleichungen des galanten Hofmannes loszukommen. Undohne Zweifel war auch ihm mit ihrer Entfernung gedient. Dennkaum hatte sie die Schwelle überschritten, als er die Miene stu-dirter Höflichkeit, welche bisher jedes seiner Worte begleitet hatte,mit dem Ausdruck der schrecklichsten Langeweile vertauschte, undnach zweimaligem gewaltigen Gähnen folgendes Selbstgesprächanfing.

Daß der Teufel diese Dirne hicher führen muß! Als obes nicht Plage genug sei, hier in einem Loch beherbergt zu sein,welches in England kaum zum Hundestall dienen könnte, voneinem rohen Bauernjungen gefetzt zu werden und mich einemgedungenen Schurken anvertrauen zu müssen, kann ich hier nichteinmal ruhig über mein Mißgeschick Nachdenken, sondern mußden Geistreichen spielen, um diesem bleichen Gespenst den Hofzu machen, weil sie edles Blut in ihren Ädern hat. Bei meinerEhre, Vorurtheil bei Seite gesetzt, ist die Mühldirne die bei wei-tem anziehendere. Aber patienrn Piercie Shaftvn; du darfstnicht deinen wohlverdienten Ruf verlieren, ein ergebener Dienerdes schönen Geschlechts, ein witziger, redefertiger, überhaupt einvollendeter Hofmann zu sein. Danke vielmehr dem Himmel,Piercie Shafton, daß er dir ein Subject gesandt hat, an welchemdu, ohne deinem Rang Etwas zu vergeben (denn der Adel derervon Avenel ist unbestreitbar) einen Wetzstein finden magst fürdeine witzigen Komplimente, einen Streichriemen, deinen Scharf-