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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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ruhigem Fluß gekühlt ist durch die Achtung vor der Gegenwartmeiner gnädigen Beschirmung."

Wohl mögt Ihr sic Eure Beschirmung nennen, HerrRitter," rief Halbcrt dazwischen.Beim heiligen Andreas, dasist das einzige vernünftige Wort, welches ich Euch habe sprechenhören! Aber wir treffen uns vielleicht an einem Ort, wo ihreGegenwart Euch nicht beschützt."

Holdeste Beschirmung," fuhr der Hofmann fort, ohne dieDrohung des erzürnten Halbert eines Blickes, geschweige denneiner Antwort zu würdigen;zweifelt nicht, daß Eure treueFreundlichkeit sich eben so wenig durch die Rede dieses unge-schliffene» Gesellen wird rühren lassen, als der klare, stille Monddurch das Bellen eines Bauernhundes gestört wird, der stolz ausdie Höhe seines Misthaufens ist, als ob dieser ihn dem majestä-tischen Himmelslichte näher brächte."

Es bleibt ungewiß, wie weit diese abgeschmackte Vergleichungden Unwillen Halbert's hätte treiben können, denn in demselbenAugenblick stürzte Edward in's Zimmer mit der Nachricht, daßdie beiden wichtigsten Beamten des Klosters, der Küchenmeisterund der Tafcldecker so eben mit einem mit Mundvorräthen be-ladenen Maulthier angekommen seien und gemeldet hätten, derAbt, der Subprior und der Küster seien auf dem Weg nach demThurm. Ein so außerordentlicher Vorfall war unerhört in d.nJahrbüchern von S. Marien und in den Ueberlicferungen vonGlcndearg, obwohl eine dunkle Sage ging, daß in alten Zeiteneinmal ein Abt dort zu Mittag gespeiset habe, nachdem er sichauf der Jagd in den Wildnissen gegen Norden verirrt gehabt.Aber daß der gegenwärtige Gnädige Herr Abt freiwillig eine Reisenach einem so wilden urod unfreundlichen Ort, dem Kamtschatkades Stiftes, unternehmen sollte, das war eine Sache, die man sichnie hatte träumen lassen. Die Kunde davon erregte das größte