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Martin erkannte die Wahrheit des Sprichwortes an, undgetröstet damit, machte er sich daran, des Fremden Roß emsigzu putzen, bemerkend, es sei ein Vergnügen, eine hübsche Mähreunter den Händen zu haben. Christie's Pferd überließ er derSorge Kaspers. Und nicht eher, als bis Christie's Befehle buch-stäblich ausgcführr waren, hielt er für rathsam, nach gebührendenAbwaschungen sich zu der Gesellschaft in der Speisekammer zubegeben, nicht um ihr aufzuwarten, wie ein, nur mit der Gegen-wart bekannter Leser, vermuthen möchte, sondern um Theil amMittagsmahl zu nehmen.
Mittlerweile hatte Christie seinen Begleiter bei Dame Glen-dinning vorgestellt als Herrn Piercie Shafton, einen Freund vonihm und von feinem Herrn, der gekommen wäre, um drei odervier Lage ohne Geräusch in dem Thurm zuzubringen. Die guteDame konnte nicht begreifen, wie sie zu einer solchen Ehre käme,und hätte gern ihren Mangel an jeglichem guten Gemach zurBeherbigung eines solchen Gastes vorgeschüht. Der Besucherseinerseits warf einen Blick auf die kahlen Wände, belugte dasungeheure Kamin, musterte den armseligen und zerbrochenenHausrath und gab, als er dazu noch die Verlegenheit der Haus-wirthin bemerkte, eine große Ungeneiglhrit zu erkennen, der gutenFrau einen Besuch aufzudringen, welcher allem Ansehen nach fürsie nur höchst lästig und für ihn nur peinlich sein konnte.
Allein die widerstrebende Wirthin und der Gast hatten csmit einem unerbittlichen Mann zu thun, der alle Vorstellungenzum Schweigen brachte mit dem Wort: „Es ist meines HerrnWille. — Noch mehr," fügte er hinzu; „nicht allein, daß meinesHerrn Gebot für Alle im Umkreis von drei Meilen um ihn Gesetzsein muß, hier, Dame, ist auch ein Brief von Eurem Landherrnim Weibcrrock, dem Gnädigen Herrn Pfaffen da unten, der Euchbefiehlt, so lieb Euch seine Gnade ist, diesem guten Ritter alles