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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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und sonstige Stücke ihrer Reitklcidung oblegen und ließ die muntereTochter des reichen Müllers in ihrem gebührenden Putz erscheinen:einem weißen Rock, dessen Säume mit grüner von Silberfädendurchzogener Seidcnschnur besetzt waren. Einen Späherblick warfsie auf das gutmüthige Gesichtchen, welches sich jetzt deutlichererkennen ließ, lediglich von einer Fülle rabenschwarzen Haaresbeschattet, das zusammcngehalken ward von einem grünseidenensilbergestickten Kopfband, entsprechend den Verzierungen des Rockes.Die Züge dieses Antlitzes waren recht hübsch: große, schwarze,schelmische Augen, kleiner Mund, wohlgeformte, wiewohl etwas volleLippen, perlenweise Zähne, im Kinn ein verführerisches Grübchen.Die Form voll und rund, die Farbe gesund und frisch. Diese Zügedurften in einigen Jahren grob und männlich werden der ge-wöhnliche Fehler schottischer Schönheit; allein jetzt in ihremsechzehnten Jahr hatte Gretel das Ansehen einer Hebe. Die be-sorgte Elspeth konnte sich indeß nicht verhehlen, daß vielleicht selbstein besserer Mann als Halbert schlecht mit dem Mädchen aus-kommen würde, denn sie sah ein wenig flatterhaft aus, und Hal-bert war noch nicht neunzehn Jahre alt. Allein auf der andernSeite war es Zeit, daß er seßhaft würde auf diesen Gedankenkam sie immer wieder zurück und hier war eine treffliche Ge-legenheit.

Elspeth's Schlauheit erschöpfte sich im Lob ihres schönenGastes von der Kopfbinde bis zum umgewandten Schuh. Dieersten fünf Minuten hörte Gretel mit Vergnügen und erröthendzu, aber noch ehe zehn verlaufen waren, kamen ihr die schönenWorte der Aalten mehr lächerlich als schmeichelhaft vor, dennbei aller ihrer Gutmüthigkeit war sie keineswegs auf den Kopfgefallen. Selbst Ruprecht sing an, sich bei der Lobrede auf seineTochter zu langweilen und unterbrach sie mit den Worten! Ja,ja, sie ist schon ein ganz hübsches Mensch, und wär' sie fünf