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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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fanden, vermuthlich weil der Thurm etwas abgelegen war, undweil zu demselben nur ein unbedeutendes Stück Jnfeld gehörte»Dieses Jahr hatte der alte Martin die Speculation gemacht,einige Malter im Ausfeld zu säen, welche, da das Jahr gutgewesen, eine hübsche Ernte gegeben hatten. Vielleicht war eKdieser Umstand, der den ehrsamen Müller veranlaßte, GlendeargIn seiner heurigen Rundreise mitzubcgreifen.

Dame Glendinning empfing mit Vergnügen einen Besuch,welchen sie sonst nur sich hatte geduldig gefallen lasten. Siehatte ihre Ansicht von der Sache hauptsächlich, wenn nicht ledig-lich, deswegen geändert, weil Ruprecht seine Tochter Gretel mit-gebracht hatte, über deren Gesichtszüge sie dem Subprior soschlechte und über deren Kleidung sie so genaue Auskunfthatte geben können.

Bis dahin war dies Mädchen der guten Wittwe ziemlichgleichgültig gewesen. Allein des Subpriors genaue und etwasgeheimnißvolle Fragen hatten veranlaßt, daß ihr die Gretel vonder Mühle im Kopf herumging, daß sie hier geradezu eine Fragethat über das arme Kind dort eine Anspielung auf sie machte,an einem andern Ort wieder dem Gespräch eine Wendung gab,daß auf sie die Rede kommen mußte. ' Und aus allen Fragen undNachforschungen hatte sie so viel geschöpft, daß Gretel eine schwarz-äugige lachlustige Dirne war mit kirschrothen Wangen und einerHaut so weiß, wie der feinste geschwungene Vorschuß, aus welchemdes Abts Semmelbrod gebacken wurde. Ihre Gemüthsart be-treffend, so sang und lachte sie von Morgen bis in die Nachthinein; ihr Vermögen anlangend einen wesentlichen Artikelso war Gretel, abgeschn von dem, was der Müller mit seinemsprichwörtlichen goldncn Daumen zusammengekrazt haben mochte,einst Erbin eines hübschen Stückes Land und hatte die Anwartschaftauf die Mühle und die Mühläcker, welche ihrem Mann unter

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