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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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,.Fürcht'st Du zu gehen mit mir?

Frei steht's noch immer Dir,

Bauer zu sein.

Treibe den trägen Stier;

Hetze das wilde Thier;

Aber dann stelle hierNie mehr Dich ein."

Wenn wahr ist, was Du sagst," sprach der unerschrockeneKnabe,so ist meine Bestimmung erhabener, als selbst Deine.Kein Quell und kein Wald soll sein, den ich nicht wage zu be-suchen. Keine Furcht vor irgend Etwas, sei es natürlich oder über-natürlich, soll mir den Weg durch mein heimliches Thal versperren."

Kaum hatte er diese Worte gesprochen, als Beide durch dieErde hinabfuhren, mit einer Geschwindigkeit, daß Halberten Athemund Sinne vergingen und daß ihm nur die Empfindung einerreißend schnellen Bewegung blieb. Endlich hielten sie an, soplötzlich, daß Halbert hätte niedergeschmettert werden müssen,hätte seine übernatürliche Begleiterin ihn nicht aufrecht gehalten.

Nach einer Minute etwa war er wieder zu sich gekommenund schaute sich um. Sie befanden sich in einer Grotte vomhellsten Frauenglas und Krystall, welcher tausendfach in Regen-bogenfarben das Licht einer weißen Flamme zürückwarf, die aufeinem Altar von Alabaster loderte. Dieser Altar mit seinerFlamme bildete den Mittelpunkt der Höhle. Die Grotte warrund und hatte eine hochgewölbte Decke, fast wie eine Domkirche.Ln der Richtung der vier Weltgegcnden liefen ringsum von den-selben strahlenden Stoffen wie das Gewölbe, vier lange Säulen-gänge, deren Hintergrund sich in Finsterniß verlor.

Keine menschliche Einbildungskraft kann sich vorstellen, keineWorte vermögen zu beschreiben den herrlichen Glanz, der ausdem Feuer heraus-, und von hundert tausend Brennpunkten zu-rückstrahlte an den Glassäulen und Krystallzacken. Das Feuer

Kloster i. 14